Anzeige

Convenience Essen ist fertig!

Dieter Druck | 27. April 2017
Convenience: Essen ist fertig!

Bildquelle: Getty Images

Convenient und frisch geht es in die Zukunft. Amazon fresh wird erwartet, aber auch in den Sortimenten des noch existenten stationären Märkte ist viel Bewegung. Handel und Hersteller sind sehr aktiv auf den Kühlflächen.

Anzeige

Die Entwicklung der von Hilcona eingeführten Pfannenpasta im deutschen Markt wird differenziert betrachtet. Die nationale Distribution lasse noch etwas auf sich warten, allerdings verzeichne die Range in den führenden Märkten eine erfolgreiche Entwicklung und untermauere das Potenzial. Großes Potenzial erkennt Hilcona auch im To-go-Markt und hier insbesondere bei den Tankstellen. „Aus unserem Kernmarkt Schweiz, wo dieser Vertriebskanal schon sehr viel weiter entwickelt ist, verfügen wir über großes Know-how bezüglich passender Produkte und Services, das wir für Deutschland nutzen können“, sagt Grünenfelder.

Spannende Marken im Vertrieb
Die Uplegger Food Company, einer der Pioniere im deutschen Chilled-Food-Markt, legt noch eine Schippe drauf. Basis ist ein Kooperationsvertrag mit dem US-amerikanischen Getränke- und Lebensmittelkonzern Pepsi-Co. Im Kern geht es dabei um die Einführung der Pepsi-Co-Marken Naked und Alvalle im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel. „Wir freuen uns wirklich sehr über diese für beide Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit und haben in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass wir als mittelständisches Familienunternehmen mit unserem Know-how ein attraktiver Partner für große globale Player sein können“, sagt Kay Uplegger, Mitinhaber der Uplegger Food Company. Mit Naked und Alvalle erweitere man das Portfolio um zwei Premium-Trend-Produkte.

Mit Naked holen die Niedersachsen den nach eigenen Angaben erfolgreichsten Smoothie der USA nach Deutschland und steigen in einen stark umkämpften Markt ein. „Wir werden mit Naked dem gesamten Smoothie-Segment einen zusätzlichen Schub verleihen“, sagt Marcus Kühn, Head of Business Development bei der Uplegger Food Company. Naked ist puristisch wie der Name und basiert auf einer Kombination aus „nackten“ Früchten und sogenannten Boosts wie zum Beispiel Weizengras, Spirulina oder Spinat. Die Marke setzt nicht nur in den USA, sondern auch in Großbritannien und Frankreich Zeichen im Smoothie-Segment. Im April startet die Auslieferung in Deutschland (450-ml-Karton, UVP 2,89 Euro).

Zugleich bringt Uplegger die Marke Alvalle hierzulande in den Handel. Das ist der spanische Marktführer im Segment der kalt servierten Gemüsesuppe Gazpacho. Das Angebot passt zum Suppentrend. „Da es bislang in Deutschland noch keine kühlpflichtige Gazpacho gab, sind wir aktiv geworden. Alvalle ist nach traditioneller Rezeptur hergestellt und hat eine für jedermann verständliche Zutatenliste ohne Konservierungs- oder Farbstoffe“, sagt Marcus Kühn. Für den 0,25-l-Karton wird ein UVP von 1,99 Euro und für das 1-l-Gebinde von 3,99 Euro empfohlen.

Einen Klassiker aus der englischen Küche hat die Schweizer Molkerei Emmi convenient aufgelegt: Porridge. Haferprodukte liegen in Deutschland im Trend, und die Zahl der Porridge-Produkte in den Regalen des Handels steigt. Meist muss man diese mit Wasser bzw. Milch anrühren und teilweise auch zusätzlich erhitzen, damit die Haferflocken quellen. Emmi offeriert nun den Porridge verzehrfertig im Kühlregal, der nach Belieben in der Mikrowelle auch erhitzt werden kann. Das Produkt ist laut Hersteller nachweislich „gentechnikfrei“.

Ab Mai wird an den Handel ausgeliefert. Unterstützt wird der Launch unteranderem durch Sampling-Aktionen im Mai und Juni in acht deutschen Großstädten sowie an stark frequentierten Bahnstationen (To-go-Aspekt) und Bürostandorten. Außerdem wird die Innovation in 6.000 „Brandnooz-Paketen“, den Probierboxen für registrierte Produkttester, vertreten sein.

Mit neuen Frische-Menüs will Forster, Teil der Wolf-Firmengruppe, am Chilled-Food-Trend verstärkt partizipieren. Die Produkte sind das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Forster, der Fine Food Solutions GmbH und DrSlym. Die Frische-Menüs werden von Forster in Burglengenfeld produziert und von FineFood Solutions vertrieben. Gelabelt sind sie mit „Empfohlen von DrSlym“. Sie unterstützen die Ernährung gemäß dem Ernährungsplan von DrSlym. Seit Anfang April sind die Produkte exklusiv bei Rewe erhältlich, haben eine Restlaufzeit von 24 Tagen. Der UVP liegt bei 4,49 Euro. Das Kernsortiment repräsentieren Exotisches Hühnchen, Bami Goreng und vegetarische Bällchen. Weitere Variantensollen folgen.

Weight Watchers argumentiert gegenüber den Handelspartnern mit „sehr attraktiven Ziel- und Verwendergruppen“, die die positive Entwicklung der Food-Range mittragen. Rund die Hälfte des Umsatzes entfällt hier auf die Ready Meals. Da sind zum einen die Teilnehmer der Weight-Watchers-Gruppen. Sie sind Heavy User der Produkte und stehen für cirka 40 Prozent Umsatzanteil. Mit weiterhin wachsender Weight-Watchers-Teilnehmerschaft steige folglich der Anteil der Heavy User.

Auf der anderen Seite stehen die aktuellen Verwender. Etwa die Hälfte von ihnen hat laut Weight Watchers einen BMI-Wert (Body Mass Index) von mehr als 25 (Übergewicht) und die andere einen BMI-Wert zwischen 18 bis 25 (Normalbereich). Die Nicht-Teilnehmer greifen also nicht nur bei akuten Gewichtsproblemen zu Weight-Watchers-Produkten, sondern auch dann, wenn sie ihr Gewicht managen möchten. Diese breitere Verwenderschaft korrespondiere mit der Markenentwicklung hin zu einem ganzheitlichen Konzept und vergrößere so das Käufer-Potenzial für Weight-Watchers-Produkte, heißt es Düsseldorf.