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Mopro Kenner kaufen Käse am Stück

Heidrun Mittler | 04. September 2014

Wie verkaufen unsere holländischen Nachbarn Gouda? Am liebsten am Stück. Eine Tour zu drei Verkaufs-Profis, in Aachen und den Niederlanden.

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Schnelldreher, Umsatzbringer, Topseller: Gouda ist an deutschen Käse-Bedienungstheken seit vielen Jahren das umsatzstärkste Produkt . Wie kann man das Geschäft optimieren? Dazu haben wir uns in den Niederlanden umgesehen, dem Mutterland des Goudas. Zugegeben, der Verkaufswagen von Käse Jansen in Aachen liegt noch in Deutschland, aber dicht an der Grenze. Unsere holländischen Nachbarn sind jedenfalls echte Gouda-Liebhaber: Jeder Haushalt dort verzehrt 13 kg pro Jahr. Die Deutschen bringen es im direkten Vergleich nur auf 4 kg.

Was auffällt: In der Umgangssprache spricht man dies- wie jenseits der Ländergrenze oft von Gouda, obwohl Schnittkäse die treffende Bezeichnung wäre, etwa beim „Ziegengouda“ oder „Gouda mit Brennesseln“ . Per Definition muss echter Gouda aus Holland kommen, wobei ausschließlich holländische Milch verarbeitet wird. Zudem muss er auf Holzregalen in der Rinde reifen. Jeder Laib trägt außerdem eine Marke, die bei der Herstellung auf die Rinde aufgebracht wird. So ist er zweifelsfrei zu identifizieren. Sobald er Zutaten wie Pesto, Pinienkerne oder Kümmel enthält, lautet die korrekte deutsche Deklaration „Schnittkäse mit...“. Der qualitativ beste Käse (EU-Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung“) kommt aus der Region Noord Holland, wo die Kühe auf Salzwiesen grasen. Wichtig sind die Reifestufen: junger (mindestens 4 Wochen gereift), mittelalter (12 Wochen) und alter Gouda (30 Wochen).