Kaffeekonzern Melitta meldet Wachstum bei Umsatz und Absatz

Der Kaffeekonzern Melitta hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro erzielt. Bereinigt um Sondereffekte wuchs das Unternehmen um 7 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichte Melitta zufolge bereits nach sechs Monaten das Niveau des Gesamtjahres 2025. Das Unternehmen will viel Geld in Bremen investieren.

Montag, 12. Oktober 2026, 12:01 Uhr
Manuel Glasfort
Melitta erzielte im Jahr 2025 einen Jahresumsatz von 2,53 Milliarden Euro. Bildquelle: Melitta-Gruppe

Der Kaffeekonzern Melitta hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro erzielt. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz bei 1,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Bereinigt um gesunkene Rohkaffeepreise, einen Unternehmensverkauf in Italien und die Aufgabe des Spezialpapiergeschäfts in Neu Kaliß entspricht dies den Angaben zufolge einem Wachstum von etwa 7 Prozent.

Das Absatzvolumen konnte das Familienunternehmen im ersten Halbjahr leicht steigern. „Wir sind mit dem ersten Halbjahr 2026 sehr zufrieden. Es bestätigt erneut unseren strategischen Kurs, den wir konsequent fortsetzen“, zitierte das Unternehmen Jero Bentz, Mitglied der Unternehmensleitung und Urenkel von Firmengründerin Melitta Bentz, in der Mitteilung. Die Rohkaffeepreise seien im ersten Halbjahr wieder etwas gesunken, was sich in dem leicht gesunkenen Umsatz widerspiegele.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag nach Angaben von Melitta bei knapp 90 Millionen Euro. Damit erreichte das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits nach sechs Monaten das Niveau des Gesamtjahres 2025. Melitta komme damit dem langfristigen Ziel einer zweistelligen EBITDA-Marge deutlich näher. Der Verschuldungsgrad liege bei 1,8. Angaben zum operativen Ergebnis (EBIT) und zum Nettogewinn machte Melitte nicht.

Melitta investiert 100 Millionen Euro in Bremen

Positiv entwickelte sich laut Mitteilung vor allem das Geschäft in Südamerika. Auch das Kaffeegeschäft in Deutschland und das Geschäft mit professionellen Kaffeelösungen von Melitta Professional Coffee Solutions verliefen zufriedenstellend. Die Rückgänge aus dem europäischen Elektrokleingerätegeschäft im Haushaltsbereich konnten den Angaben zufolge mehr als ausgeglichen werden.

Melitta investiert in den kommenden fünf bis sechs Jahren rund 100 Millionen Euro am Standort in Bremen und baut dort nach eigenen Angaben die voraussichtlich größte Kaffeerösterei Europas auf.

„Für das zweite Halbjahr 2026 erwarten wir, dass sich die insgesamt positive Entwicklung fortsetzt und wir unsere Strategie weiter erfolgreich umsetzen“, zitierte das Unternehmen Jero Bentz. Melitta beschäftigt rund 5.500 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2025 einen Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro.

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