Die Stadtverordneten in Baruth/Mark im Landkreis Teltow-Fläming haben für einen neuen Bebauungsplan gestimmt, der den Bau eines Dosenwerks für Red Bull ermöglicht. 12 Vertreter stimmten dem zu, es gab zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte den bisherigen Bebauungsplan gekippt.
Entnahme von rund 2,35 Millionen Kubikmetern Grundwasser
Künftig sollen die Red Bull-Dosen direkt in Baruth neben der Abfüllung hergestellt werden. Für die Erweiterung werden voraussichtlich 17 Hektar Kiefernwald in der Nähe der bestehenden Hallen gerodet. Red Bull und der Safthersteller Rauch hatten den auf der Kippe stehenden Getränkeabfüller Urstromquelle im Jahr 2023 gekauft. Gegen die Erweiterung gibt es Proteste.
Red Bull und Rauch können eine Menge von rund 2,35 Millionen Kubikmetern Grundwasser pro Jahr entnehmen. Ein Netzwerk von Umweltgruppen befürchtet Wasserknappheit in der Region wegen der Erweiterung. Red Bull betont, dass kein zusätzliches Wasser gebraucht werde. Brandenburg leidet unter Trockenheit. In Baruth/Mark ist auch ein großes Rechenzentrum von Amazon Web Services geplant.