Bebauungsplan Red Bull darf Dosenwerk in Brandenburg bauen

Der Bau eines Dosenwerks für Red Bull in Brandenburg kann kommen: Die Stadtverordneten in Baruth/Mark im Landkreis Teltow-Fläming stimmten am Donnerstagabend für einen neuen Bebauungsplan. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte den bisherigen Bebauungsplan gekippt. 

Freitag, 18. September 2026, 11:01 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Erfolg für Red Bull: Der Getränkehersteller darf das Dosenwerk in Brandenburg errichten. Bildquelle: Unsplash

Die Stadtverordneten in Baruth/Mark im Landkreis Teltow-Fläming haben für einen neuen Bebauungsplan gestimmt, der den Bau eines Dosenwerks für Red Bull ermöglicht. 12 Vertreter stimmten dem zu, es gab zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte den bisherigen Bebauungsplan gekippt. 

Entnahme von rund 2,35 Millionen Kubikmetern Grundwasser

Künftig sollen die Red Bull-Dosen direkt in Baruth neben der Abfüllung hergestellt werden. Für die Erweiterung werden voraussichtlich 17 Hektar Kiefernwald in der Nähe der bestehenden Hallen gerodet. Red Bull und der Safthersteller Rauch hatten den auf der Kippe stehenden Getränkeabfüller Urstromquelle im Jahr 2023 gekauft. Gegen die Erweiterung gibt es Proteste.

Red Bull und Rauch können eine Menge von rund 2,35 Millionen Kubikmetern Grundwasser pro Jahr entnehmen. Ein Netzwerk von Umweltgruppen befürchtet Wasserknappheit in der Region wegen der Erweiterung. Red Bull betont, dass kein zusätzliches Wasser gebraucht werde. Brandenburg leidet unter Trockenheit. In Baruth/Mark ist auch ein großes Rechenzentrum von Amazon Web Services geplant.

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