Getränkemarkt Coca-Cola wächst in Deutschland kaum

Coca-Cola Europacific Partners ist im zweiten Quartal in Deutschland auf der Stelle getreten, während andere europäische Märkte deutlich zulegen konnten. Als Grund für den stagnierenden Umsatz führt das Unternehmen preissensible Verbraucher an. 

Mittwoch, 05. August 2026, 13:15 Uhr
Manuel Glasfort
Coca-Cola zählt zu den stärksten Marken der Welt – doch in Deutschland schwächelte der Umsatz zuletzt. Bildquelle: Getty Images

Coca-Cola Europacific Partners hat in Deutschland zuletzt ein schwaches Wachstum verzeichnet. Im zweiten Quartal stagnierte der Umsatz nahezu mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 862 Millionen Euro. Als Grund nannte das Unternehmen eine anhaltend hohe Preissensibilität der Verbraucher, die sich in einem leichten Volumenrückgang niederschlug. Im gesamten ersten Halbjahr stieg der Umsatz in Deutschland um 4,7 Prozent auf 1,619 Milliarden Euro, wie der Getränkekonzern mitteilte. 

Damit entwickelte sich der deutsche Markt im zweiten Quartal schwächer als andere europäische Länder. So legte der Umsatz in Großbritannien in dieser Zeit um 3,4 Prozent zu, währungsbereinigt sogar um 5,5 Prozent.

Konzernweit steigerte Coca-Cola Europacific Partners den Umsatz im ersten Halbjahr um 4,4 Prozent auf 10,724 Milliarden Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 6,1 Prozent. In Europa insgesamt wuchs der Absatz um 1,6 Prozent, in der Region Asien-Pazifik und Australien um 3,5 Prozent.

Positiv entwickelten sich in Deutschland den Angaben zufolge Coca-Cola Zero Sugar und zuckerfreie Fanta-Varianten sowie Monster. Die Energy-Marke profitierte von neuen Zero-Varianten und Innovationen wie „Viking Berry“. Konzernweit legte Coca-Cola Zero Sugar um 10,7 Prozent zu, die Kategorie Energy sogar um 18,6 Prozent im zweiten Quartal.

Coca-Cola Europacific Partners kämpft mit steigenden Kosten

Der Konzern verwies auf ein volatileres Risikoumfeld seit Jahresbeginn. Einschränkungen der Schifffahrt und reduzierte Durchfahrten durch die Straße von Hormus hätten zu höheren und schwankenden Energiepreisen sowie steigenden Input- und Transportkosten geführt. Dies habe spürbare Inflationseffekte verursacht, besonders in Europa und Schwellenländern. Coca-Cola Europacific Partners rechnet mit anhaltender Unsicherheit im zweiten Halbjahr.

Das operative Ergebnis kletterte konzernweit um 6,9 Prozent auf 1,458 Milliarden Euro. Der verwässerte Gewinn je Aktie stieg auf 2,17 Euro. Das Unternehmen bestätigte seine Jahresprognose mit einem erwarteten Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent und einem Wachstum des operativen Ergebnisses von rund 7 Prozent. Der freie Cashflow soll mindestens 1,7 Milliarden Euro erreichen.

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