Projekt im Spreewald Rechenzentrum der Schwarz-Gruppe soll Region heizen

Die Schwarz-Gruppe investiert Milliarden in ein Rechenzentrum in Lübbenau im Spreewald. Die Region will die Anlagen künftig als Wärmequelle nutzen.

Mittwoch, 19. August 2026, 11:09 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Die Schwarz-Gruppe investiert stattliche elf Milliarden Euro in ein Rechenzentrum im brandenburgischen Lübbenau. Die Abwärme soll in das Fernwärmenetz eingespeist werden. Bildquelle: Schwarz-Gruppe

Der Schwarz-Gruppe hat mit der Stadt Lübbenau im Spreewald eine Vereinbarung geschlossen, um künftig Gebäude in der Region mit Abwärme aus einem neuen Rechenzentrum zu heizen. Das neue Rechenzentrum des Lidl- und Schwarz-Mutterkonzerns soll Ende 2027 in Betrieb gehen, wie die Digitalsparte Schwarz Digits mitteilte. Ab 2028 will das Unternehmen die entstehende Serverabwärme in das lokale Fernwärmenetz des Energieversorgers einspeisen.

Die Schwarz-Gruppe investiert nach eigenen Angaben elf Milliarden Euro in das Rechenzentrum. Dies gab das Unternehmen im Herbst 2025 beim ersten Spatenstich auf der Baustelle bekannt. Die Anlage für Künstliche Intelligenz und Cloud-Dienste wurde den Angaben zufolge mit einer Anschlussleistung von zunächst rund 200 Megawatt geplant.

Schwarz Digits sieht Nutzen für die Region

„Ein Rechenzentrum dieser Größe bietet großes Potenzial auch für die Menschen vor Ort, wenn wir es bestmöglich in die bestehende Infrastruktur einbetten“, zitierte das Unternehmen den Bereichsleiter Data Center und Compute Services, Stefan Hees, in der Mitteilung. Der Lübbenauer Bürgermeister Helmut Wenzel sagte, das Projekt zeige, wie der Strukturwandel der Region aktiv gestaltet werde.

Das Rechenzentrum entsteht auf der Fläche eines ehemaligen Kohlekraftwerks. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben Strom aus erneuerbaren Energien nutzen.

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