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Eistee und Kaffeekaltgetränke Sofortverzehr und andere Anlässe

Tobias Dünnebacke | 01. Juni 2012
Eistee und Kaffeekaltgetränke: Sofortverzehr und andere Anlässe

Bildquelle: iStockphoto

Der unmittelbare Konsum ist bei kaltem Kaffee vorrangiger Kaufimpuls. Bei den Tees werden neue Verzehranlässe geschaffen.

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Kalter Kaffeegetränke und Eistee sind Artikel, die bei steigenden Temperaturen Hochkonjunktur haben. Das zeigen die zahlreichen Neueinführungen zum Saisonwechsel. Und: beide Segmente wachsen kräftig. Ready-to-Drink-Kaffee hat sich seit der Einführung vor rund zehn Jahren zu einer Erfolgsstory entwickelt. Die Markenvielfalt ist groß. Neben dem Innovator Emmi befinden sich mittlerweile beispielsweise Mövenpick, Starbucks, Schwälbchen und ganz aktuell Landliebe sowie die Milch-Union Hocheifel im Rennen um Marktanteile. Die Kategorie, die laut Nielsen seit 2005 wertmäßig um 95 Prozent gewachsen ist, lässt keinen kalt. Das gilt auch für die Discountketten, die vorrangig auf Produkte im unteren Preislevel fokussieren.

Dass das Segment sich differenziert und das Angebot aus weitaus mehr mehr als nur Low-Price-Produkte besteht, zeigen Innovationen wie Shakeria. Der Milchdrink wurde im vergangenen Jahr von der Innoprax AG, beziehungsweise dem ehemaligen Emmi Marketing- und Vertriebs-Chef Erich Kienle, eingeführt. Von dem Drink im PET-Gebinde in Form eines Barshakers konnten seit der Einführung nach Unternehmensangaben bereits über 8 Mio. Einheiten verkauft werden. Ausschlaggebend für diesen Erfolg dürfte u.a. der durch integrierten Strohhalm und wieder verschließbaren Deckel bestimmte conveniente Charakter des Drinks sein. „To-go“ ist aber nicht alles. Das zeigt ein Blick in das Teesegment.

Dort hat Milford (Ostfriesische Teegesellschaft) beispielsweise im April die neue Range „kühl und lecker“ in den Markt gebracht. Der erste Früchtetee zum Aufgießen mit kaltem Wasser soll für neue Impulse sorgen. „Die Zielgruppe umfasst die klassischen Milford Trinker und alle, die sich gerne selbstaufgebrühten kalten Tee zubereiten – insbesondere aber auch alle, die eine leckere Alternative zu Wasser oder kalorienarme und zuckerfreie Alternative zu fertigen Eistees suchen“, heißt ews in Seevetal. Seit Mai ist man nach eigenen Angaben mit Displays in allen Vertriebsschienen vertreten. Zusätzlich gibt es eine Sommerpromotion und Verkostungen am PoS. Wettbewerber Teekanne setzt auf das Thema Cocktails und möchte die Verbraucher mit passenden Rezepten für die Sommervarianten zum Mixen auf Teebasis anregen.

Einen asiatischen Tee-Trend will u.a. die InterFoods GmbH aus Sindelfingen zum Sommer-Hit im deutschen LEH etablieren: Bubble Tea. Dabei handelt es sich um ein Getränk auf der Basis von gesüßtem Tee (grün oder schwarz), das mit Milch und Fruchtsirup versetzt und wie ein Milchshake zubereitet wird. Der Name „Bubble“ kommt von den „Tapioca Perlen“, die aus Stärke bestehen. Die Sindelfinger arbeiten derzeit mit dem Lebensmittelimporteur Importhaus Alten GmbH zusammen, um Verpackungsgrößen für den LEH zu entwickeln. Aber auch die Verbraucherschützer, Krankenkassen und Ärzteverbände haben das neue Kultgetränk schon im Visier und kritisieren hohe Zuckergehalte sowie die Verschluckungsgefahr bei Kleinkindern.

Bild: Hersteller finden neue Anlässe für den Teekonsum und tun damit etwas gegen das Absatz-Sommerloch in der Kategorie.
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