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Aqua Römer Gebündelte Kraft

Tobias Dünnebacke | 21. Februar 2020
Aqua Römer: Gebündelte Kraft
Bildquelle: Aqua Römer

Der Mineralbrunnen Aqua Römer schließt einen Standort und begräbt die Marke Göppinger. Wie es weitergeht, erklärt die Chefin Nadja Ohlendorf.

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Warum war die Schließung in Göppingen-Jebenhausen notwendig?
Nadja Ohlendorf: Der Standort war bereits seit vielen Jahren hoch defizitär. Um die bestehenden Produktionskapazitäten kostendeckend auszulasten, hätten die Markenmengen Göppinger verdreifacht werden müssen – dafür wiederum hätten die begrenzten Wasservorkommnisse gar nicht ausgereicht. So hätten selbst weitere Sanierungsmaßnahmen und Investitionen keine zukunftsfähige Geschäftsbasis mehr ermöglicht. Aus diesem Grund wurde die Konzentration unserer Mineralwasser- und Limonaden-Aktivitäten auf den modernen Standort Mainhardt strategisch notwendig.

Göppinger war preislich höher angesiedelt. Hat sich der Markt für solche Wässer nicht verbessert?
Ja, das stimmt. Das Angebot, die Vielzahl der verfügbaren Marken und Produkte, hat sich aber auch extrem stark weiterentwickelt – regional, national und international. In diesem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld ist es für eine räumlich so begrenzt relevante Marke wie Göppinger im Prinzip unmöglich, so stark zu wachsen. Zumal es, trotz der zunehmenden Wertschätzung von Seiten der Verbraucher für hochwertige regionale Produkte, nach wie vor auch einen sehr großen Markt für (sehr günstige) Einweg-Produkte gibt – diese stellen noch immer über 50 Prozent der gesamten Menge am Markt.

Was macht den Standort Mainhardt so attraktiv?
In den vergangenen Jahren wurden hier bereits erhebliche Investitionen getätigt. Unter anderem 2018 in ein großes neues Lager sowie die Installation und Inbetriebnahme einer hochmodernen PET-Abfüllanlage für Einwegflaschen. Aktuell verfügen wir hier über eine leistungsstarke, moderne Produktion und einen umfassenden Logistikbereich, die den aktuellen Marktanforderungen absolut gerecht werden und überdies Potenzial für weiteres Wachstum besitzen. Künftig werden wir auch in Themen wie Marken- und Ökobilanz-Entwicklung investieren.

Aqua Römer ist eine regionale Marke. Ist hier das Wachstum nicht natürlich begrenzt?
Unser Kerngebiet ist Baden-Württemberg, mit einem Lieferradius von rund 250 Kilometern erreichen wir aber auch die angrenzenden Bundesländer Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Unsere Marken Aqua Römer und Naturpark Quelle genießen Bekanntheit über Baden-Württemberg hinaus und bieten grundsätzlich entsprechendes Wachstumspotenzial. Unser strategischer Fokus liegt aber nicht auf (Mengen-)Wachstum um jeden Preis, sondern vielmehr auf nachhaltig gesunder Struktur – im internen wie externen Handeln.

Was sind die aktuellen Markttrends?
Lieblingsgetränk der Deutschen ist Wasser. Als einer der größten und als einer der traditionsreichsten Mineralbrunnen im Süden Deutschlands fokussieren wir uns klar auf natürlich-reines Mineralwasser in verschiedenen Preis-Positionierungen, unterschiedlichen Mineralisierungen, vielfältigen CO2-Gehalten und allen Gebinden. Wir bedienen die für uns intern schon immer im Vordergrund stehenden und heute mehr denn je aktuellen Verbrauchertrends „Premium“ und „Regionalität“ sowie „Nachhaltigkeit“.

Sind neue Produkte in Planung?
Wir haben unser Angebot aktualisiert, um eine verbraucherrelevante und zeitgemäße Ausrichtung unserer Sortimente zu erreichen. Wir fokussieren uns auf die zukunftsträchtigen Marken Aqua Römer und Naturpark Quelle. Im Zuge der Sortimentskonsolidierung gab es einige Streichungen im Portfolio aber auch Ergänzungen, die seit Januar 2020 im Handel erhältlich sind.(Naturpark Quelle süß 0,5-Liter-Glas und Aqua Römer PET Einweg aus 100 Prozent Recyclat; Anm. d. Redaktion).