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Ponnath Nachhaltigkeit ist kein Modewort

Jens Hertling | 25. September 2020
Ponnath: Nachhaltigkeit ist kein Modewort
Bildquelle: Ponnath

Michael Ponnath äußert sich im Interview über seine Nachhaltigkeitsziele, sein neues Tierwohlprogramm sowie über seine vegetarische Linie.

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Was bedeutet Ihnen Nachhaltigkeit?
Michael Ponnath: Nachhaltigkeit ist für uns als über 325 Jahre altes Familienunternehmen kein Modewort, sondern ein fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie.

Taugt Nachhaltigkeit als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb?
Nachhaltigkeit ist derzeit in aller Munde – und das nicht nur sprichwörtlich. Wir setzen auf Nachhaltigkeit als Säule unseres Handelns. Gerade mit unserem Tierschutz-Sortiment unter der Marke „Ponnath 1692“ gehen wir als Pionier voraus und differenzieren uns zudem durch unser Ponnath-Traditionshof-Programm stark vom Wettbewerb, denn wir haben nicht nur das fertige Produkt im Blick, sondern die gesamte Wertschöpfungskette von der Landwirtschaft, der Aufzucht und Haltung der Schweine, über das Futter bis hin zu den sechs Produkten, die wir anbieten.

Was bedeutet nachhaltiges Unternehmertun für Sie?
Nachhaltiges Unternehmertum schließt für uns sämtliche Bereiche unseres Handelns mit ein. Das beginnt bereits beim Umgang mit unseren Mitarbeitern, zieht sich über die Energieversorgung unseres Werks durch unser Blockheizkraftwerk, soziales Engagement in der Region bis hin zu unseren Wurst- und Schinkenspezialitäten und den Rohstoffen, auf denen sie basieren.

Seit dem 24.2.2020 haben Sie Wurst unter dem Markennamen „Ponnath 1692“ auf dem Markt? Warum haben Sie dieses Angebot gestartet?
Mit „Ponnath 1692“ gehen wir den Schritt hin zu einer Premiummarke. Wir kümmern uns hier wieder von Anfang an um die gesamte Wertschöpfungskette.

Wann und warum haben Sie sich für den vegetarischen Bereich entschieden?
In den 90er-Jahren entdeckte ich erstmals auf einer Messe in Israel Veggie-Produkte und fand die Möglichkeiten, die sich boten mehr als interessant. Bisher gab es Vergleichbares ja höchstens im Reformhaus. Mit einem befreundeten Bäckermeister habe ich dann erste Versuche unternommen, Pflanzenfleischprodukte herzustellen. Das hat recht gut funktioniert, aber der Markt war damals noch nicht da. Der zweite Impuls stammt von meinen Kindern, die sich selbst vegetarisch ernähren. Aus gereifter innerer Überzeugung sind wir 2013 operativ das Thema angegangen und haben die ersten Produkte entwickelt. Wir sind uns bewusst, dass die Weltbevölkerung in Zukunft nicht allein mit tierischem Eiweiß ernährt werden kann und möchten so pflanzliche Alternativen bieten, die gut schmecken und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Umwelt leisten.

Unter der Marke „Vantastic Foods“ produzieren Sie Fleischersatzprodukte. Welche gibt es?
Unter „Vantastic Foods“ ist unsere gesamte Kompetenz an pflanzlichen Lebensmitteln gebündelt. Ab Oktober launchen wir eine Reihe von Neuprodukten im stationären Handel. Dazu zählen die Vantastic Burger, Vantastic Schnitzel Classic, Vantastic Schnitzel Cheeze Style sowie Vantastic Nuggets und Vantastic Chunks Chicken Style.

Welche Produkte sind die Renner?
Unsere Bestseller sind sowohl Fleischersatzprodukte wie Würstchen, Convenience-Produkte wie Schnitzel und Nuggets als auch Burger und Hack.

Wie läuft „Absolute Vegan Empire“ – Europas größter Online-Shop für vegane Produkte?
Mit dem Online-Shop unseres Tochterunternehmens AVE – Absolute Vegan Empire mit einem breiten Sortiment an gekühlten sowie ungekühlten veganen Artikeln bedienen wir aktuelle Verbraucherwünsche nach pflanzlicher Abwechslung, die den Originalen im Geschmack in nichts nachstehen. Wir erfahren derzeit großes Interesse an den Produkten, so können wir auf eine Vielzahl an Bestellungen blicken.

Etwa 15 Prozent Ihrer Produkte sind bereits auf fleischfreie Produkte umgestellt. Was bringt die Zukunft?
Wir steuern mit unserem Veggie-Sortiment inklusive der AVE auf 20 Prozent Umsatzanteil zu. Und wir gehen davon aus: in den nächsten Jahren wird es ordentliche Wachstumsraten geben.