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Fleisch Alternativen sollen die Zukunft sichern

Heidrun Mittler | 20. Juli 2018
Fleisch: Alternativen sollen die Zukunft sichern

Bildquelle: Rügenwalder Mühle, AVO

Rügenwalder Mühle, ein traditioneller Fleischwaren-Anbieter, baut erfolgreich weitere Standbeine auf und aus.

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Die 30-Prozent-Marke ist geknackt. Im Mai 2018 hat die Rügenwalder Mühle mit Veggie-Produkten mehr als 30 Prozent die Umsatzes von 201 Millionen Euro Jahresumsatz (2017) getätigt. Also, wohl gemerkt, im Bereich vegetarische/vegane Produkte.

„Insbesondere im hart umkämpften Markt für vegetarische/vegane Alternativen konnten wir uns als Mittelständler gegen die wachsende Zahl an Wettbewerbern – darunter viele Start-ups, aber auch große Konzerne – extrem erfolgreich behaupten“, kommentiert Geschäftsführer Godo Röben. „Gleichwohl pflegen wir natürlich auch unser traditionelles Sortiment, weil dieses mit 70 Prozent einen sehr relevanten Anteil des Gesamtumsatzes abbildet“, fügt Lothar Bentlage, ebenfalls Geschäftsführer, hinzu.

Ziel des Unternehmens ist es, im Jahr 2020 rund 40 Prozent seines Umsatzes mit fleischfreien Produkten zu erwirtschaften. Entsprechend wurde das Sortiment im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Zu den Neueinführungen zählen dabei zum Beispiel vegetarische Crispyburger für die Pfanne, vegetarische Würstchen im Becher zum Snacken oder vegetarische Pommersche in zwei Sorten. Bei Rügenwalder ist man stolz darauf, bei den vegetarischen/veganen Fleischalternative Marktführer zu sein – noch vor Handelsmarken.

Das Unternehmen Rügenwalder Mühle hat sich auf die Fahne geschrieben, „für jeden Geschmack etwas bieten“ zu können. Als drittes Standbein setzt der Hersteller aus Bad Zwischenahn seit letztem Jahr auf ein Bio-Sortiment. Im Unterschied zu den fleischfreien und klassischen Erzeugnissen sind die Bio-Produkte in einem braunen Packpapier-Design gestaltet. Die Aufmachung soll auf die Nachhaltigkeit der verwendeten Materialien aufmerksam machen: Die Verpackung ist laut Anbieter zu 95 Prozent wiederverwertbar. „Wir möchten uns nicht nur um das Produkt kümmern, sondern auch um das Drumherum. Nur so können wir langfristig erfolgreich sein“, erklärt Godo Röben.