Monitoring Zweitplatzierungen unter die Lupe genommen

Die Unternehmensberatung Bormann & Gordon macht sich daran, das Thema Zweitplatzierung professionell zu durchleuchten.

Freitag, 16. Juni 2023 - Süßwaren
Manuel Glasfort
Artikelbild Zweitplatzierungen unter die Lupe genommen
Bildquelle: Manuel Glasfort

Zweitplatzierung ist elementar für den Umsatz, gerade im Süßwarenbereich. So viel ist klar. Doch wie sehen die Zweitplatzierungen in der Praxis eigentlich aus? Wie groß sind die entsprechenden Flächen, wo sind sie platziert und welche Warengruppen und Hersteller haben dabei die Nase vorn? Diesen und weiteren Fragen geht die Unternehmensberatung Bormann & Gordon in Zusammenarbeit mit den Forschern von POSpulse auf den Grund. „Zum Thema Zweitplatzierung gibt es wenig“, sagt Reiner Graul, Geschäftsführer von Bormann & Gordon. „Aber das Thema ist viel zu wichtig für einige Industrien, als dass man das so stiefmütterlich behandeln kann.“ Zusammen mit POSpulse hat man daher ein Tracking aufgesetzt, das bereits seit Januar 2022 läuft. Das Ziel: einen Industriestandard aufbauen.

Die Ergebnisse des ersten Jahres liefern bereits spannende Einblicke, speziell zum Weihnachtsgeschäft, das ausnahmsweise mit der Fußball-WM zusammenfiel. „Fußball hat auf der Fläche so gut wie gar nicht stattgefunden, Weihnachten dafür umso mehr“, fasst Graul das Ergebnis zusammen. Auf eine Chep-Palette mit WM-Snacks kamen im Schnitt 48 Chep-Paletten mit Weihnachts-Leckereien. Auch nach Herstellern schlüsselten die Tester von POSpulse die Zweitplatzierungen mit Saisonware auf. Hier hatte Ferrero die Nase vorn mit 16 Chep-Paletten pro Geschäft, vor Lindt und Mondelez.

Starke saisonale Schwankungen
Aufschlussreich ist auch die Entwicklung der Zweitplatzierungsfläche für Süßwaren im Jahresverlauf. Hier dokumentierten die Tester starke Schwankungen: Während die Sommermonate vergleichsweise schwach sind, verdoppelt sich die Zweitplatzierungsfläche zu Saisonhöhepunkten. Den ersten Peak gab es im vergangenen Jahr zur Osterzeit im März und April mit durchschnittlich 60 beziehungsweise 57 Chep-Paletten pro Geschäft. Während der Sommermonate fiel die Zahl auf ein Tief von 29 Paletten pro Store im August, um dann im November (74) und Dezember (62) den Höhepunkt zu erreichen.

Bormann & Gordon will das Projekt zur Zweitplatzierung ausweiten und in Zukunft nicht nur Süßwaren, sondern auch Getränke und weitere Bereiche miteinbeziehen, wie Graul erklärt.

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