Süßwaren Erfolgreicher Markenklassiker

Die Salzstangen von Mayka sind nach Umsatz zwar „nur“ die Nummer zwei im Markt, gelten aber nicht nur bei den eingefleischten Fans als unverzichtbarer Knabberartikel. Mit dem neuen Mehrheitseigentümer wollen die Schwarzwälder jetzt die deutschlandweite Distribution ausbauen.

Mittwoch, 09. Juni 2021 - Süßwaren
Andrea Kurtz
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Bildquelle: Mayka

„Wir sind ein sehr, sehr kleiner Markenartikler“, erklärt Manuel Rams, seit 2017 Geschäftsführer von Laugengebäck-Hersteller Mayka. Der 36-Jährige steht für den Generationenwechsel der Mayka Naturbackwaren GmbH mit ihrem Firmensitz im südbadischen Schliengen, der diese Marke seit 1983 gehört. Die beiden Gesellschafter Norbert Michel und der Sohn des Markengründers Willi Mayer jun. haben in den zurückliegenden Jahrzehnten die Marke kontinuierlich aus ihrem rein regionalen Wirkungsfeld herausgeführt und zu einer festen Größe im Knabberartikelmarkt gemacht.

Denn obwohl nur mit 30 Mitarbeitern aktiv, mischt das Unternehmen in der stark umkämpften Produktgruppe ganz ordentlich mit. Und das ausschließlich mit der Marke Mayka – Eigenmarken werden nicht produziert – und ohne Innovationen am Produkt selbst. „Im Salzstangen-Markt haben sich diese nie wirklich durchgesetzt“, sagt Rams.

Kleiner Marktführer
Die Mayka Sticks, also die klassische Salzstange, liegen beim Umsatz auf Platz zwei hinter Lorenz und haben sowohl Funny Frisch als auch die Handelseigenmarken hinter sich gelassen. „Diese Position ist wahrlich hart erkämpft und erfüllt unsere kleine Truppe mit großem Stolz“, so Rams. Rund 14 Prozent Umsatzplus im Jahr 2020 schlugen getrieben durch das verstärkte Knabbern in der Corona-Krise zu Buche; und das auf hohem Niveau: Schon 2019 wurden 16 bis 17 Prozent Mehrumsatz erreicht.

Diesen strategischen Kurs will Manuel Rams fortsetzen. „Wir wollen eine moderne Knabbermarke mit fester Verankerung in langjährigen Traditionen und unserer genussorientierten Heimatregion sein“, erläutert er.

Um das Wachstum der Marke sicherzustellen, liegt derzeit die höchste Priorität der beiden Geschäftsführer mittelfristig beim Ausbau der Produktionskapazitäten. Eine erste Ausbaustufe mit einem neuen Ofen soll noch im April in Betrieb gehen, weitere Maßnahmen wie ein Erweiterungsbau für Produktion und Verpackung sind geplant. Dieser soll bis Ende 2022 fertig sein.

Denn von den sieben Edeka-Regionen haben bislang nur drei die Mayka Sticks und Brezeln gelistet. Bei der Rewe steht das Unternehmen zwar national auf dem Zettel, aber auch hier ist ein Distributionsausbau möglich. Seit 1989 gibt es außerdem Bioprodukte, sodass auch deswegen viele Händler Interesse zeigen. Seit 17 Jahren ist das Unternehmen IFS-zertifiziert; die aktuellen Debatten um Palmöl oder papierbasierte oder recyclingfähige Verpackungen fließen in die Überlegungen zur Produktentwicklung ein. Zwar könne man keine eigene, groß angelegte Marktforschung betreiben, beschreibt es Rams, doch aus den sehr intensiv am Telefon oder per E-Mail geführten Gesprächen mit den Verbrauchern wisse man, welche Themen diesen am Herzen liegen. „Die Umstellung auf eine Alternative zu Palmöl befindet sich daher bereits im Prozess“, erläutert er.

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