Mars Nachhaltig in einer Generation

Familienunternehmen Mars hat sich mit seinem Programm Nachhaltig in nur einer Generation einen ganzen Maßnahmenkatalog für seine gesamte Lieferkette verordnet. Dieser gilt für das gesamte Unternehmen – und vor allem auch während der Corona-Pandemie.

Freitag, 29. Januar 2021 - Süßwaren
Andrea Kurtz
Artikelbild Nachhaltig in einer Generation
Bildquelle: Mars

„Wir haben 2017 den ‚Nachhaltig in einer Generation‘-Plan eingeführt“, erklärt John Ament, der Leiter für nachhaltigen Kakao bei Mars. Die vielen Facetten dieses Plans sind sehr solide gegenfinanziert, erläutert er weiter. Über zehn Jahre werde das Unternehmen rund eine Milliarde US-Dollar (rund 800.000 Millionen Euro) weltweit investieren. Unter anderem sollen die Treibhausgase weiter reduziert werden – diese wurden bis Ende 2019 bereits um 3,5 Prozent verringert. Auch die Lebensmittelverschwendung (englisch: Food Waste) steht auf der Nachhaltigkeitsagenda des Unternehmens; hier soll ebenfalls deutlich reduziert werden.

Der Plan sieht darüber hinaus auch vor, weiter intensiv an wiederverwendbaren, recycelbaren oder kompostierbaren Verpackungen zu arbeiten. „Nachhaltigkeit gilt für unser gesamtes Portfolio“, sagt Ament. „Neben Minze oder Mandeln haben wir auch Palmöl im Blick, ebenso Zucker und seine Erntebedingungen.“

Die Menschen in der Lieferkette
Ganz wichtig für Mars ist aber die Förderung für die Menschen in den Lieferketten. Das gilt gleichermaßen für Minze und Kakao. „Bei rund 169.000 Personen ist uns das bereits gelungen“, so Ament. Im Fokus stehen in den Anbaugebieten dabei die Frauen, von denen bereits 17.000 unterstützt werden – mit Schulungen, vor allem in finanzieller Hinsicht. Diese sind auch während der Pandemie aus der Ferne gut zu leisten gewesen – über virtuelle Tools zum Beispiel, beschreibt Ament. Bei den Kontrollmechanismen habe das weniger gut funktioniert, gibt er zu. „Das muss physisch getan werden.“ Deswegen wurden diese, beispielsweise zur Kinderarbeit, neu aufgestellt. Ament: „Wir müssen unsere Teams vor Ort vor Corona schützen.“

Mandeln neu im Fokus
Bei den Mandeln für den Riegel BeKind, der durch einen Zukauf zum Unternehmen Mars gehört, haben sich die US-Amerikaner Ende August verpflichtet, bis 2025 nur noch auf bienenfreundlichen Farmen einzukaufen. Und ein Blick über das Sortiment hinaus sei hier erlaubt: Auch bei der Tiernahrung hat Mars ein Programm ins Leben gerufen, in dem mit Fischern in Thailand zusammengearbeitet wird.

Problem Corona
Das größte Problem 2020 war für Mars allerdings nicht die Beschaffung, sondern die Logistik, also der Weg von den Ursprungsländern zu den Produktionsstätten. „Das zweitgrößte Problem: Die Lieferkette am Laufen zu halten, damit die Produzenten vor Ort auch weiter wirtschaften konnten“, erläutert Ament. „Dazu gehört auch, dass wir diese und deren Gemeinden vor Corona schützen wollten.“ Die einzelnen Länderregierungen seien oft nicht dazu in der Lage gewesen, Schutzmaterial zu stellen oder einfach nur zur informieren.

Mars hat daher einige seiner Maßnahmen umgeleitet, um „hier in die Bresche zu springen und den Menschen vor Ort zu helfen, mit dem Virus umzugehen, sich und ihre Familie zu schützen“. „Wir haben insgesamt über 16 Millionen Euro (20 Millionen US-Dollar) an Geld- und Sachspenden verteilt“, so Ament.

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