Süßwaren Deutschland führt

Im europäischen Vergleich werden hierzulande die meisten Süßigkeiten verzehrt, so das Ergebnis einer Studie.

Freitag, 29. Januar 2021 - Süßwaren
Lebensmittel Praxis
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Sweets Global Network und POSpulse haben fünf europäische Länder beim Süßwarenkonsum verglichen – und Erstaunliches zutage gefördert. Denn Deutschland führt mit Abstand: Fast 80 Prozent der Befragten gaben an, täglich oder zumindest mehrmals pro Woche Süßwaren zu verzehren. In Spanien und Großbritannien sind es 70 Prozent, in Dänemark hingegen nur 36 Prozent. Auch in Frankreich essen die Befragten laut der eigenen Aussage deutlich seltener Süßwaren: 30 Prozent essen keine Süßwaren oder verzehren diese weniger als einmal pro Woche. Das klingt in Deutschland, Großbritannien und Spanien ganz anders: Hier sind es nur 13 Prozent der Studienteilnehmer, die weniger als einmal in der Woche – oder gleich gar nicht – im Regal zugreifen.

Zögerliche Dänen
Beim Kauf von Süßigkeiten zeigen sich ähnliche Unterschiede wie beim Verzehr: Während die Hälfte der Dänen berichtet, seltener als einmal in der Woche (oder gar nicht) ins Süßwarenregal zu greifen, kaufen in Großbritannien und Spanien 55 Prozent der Kunden täglich oder mehrmals pro Woche Schokolade oder Gummibärchen. In Deutschland sind es noch 39 Prozent. Einig sind sich die Europäer aber in der Wahl der Einkaufsstätte: Über 80 Prozent der Konsumenten gehen in den Supermarkt. Ausnahme: Bei den Dänen sind es nur 68 Prozent. 70 Prozent der Deutschen gehen zum Discounter; rund 40 Prozent der Spanier oder der Franzosen gehen dagegen ins Fachgeschäft. Onlinekäufe sind weiter im Kommen: In Großbritannien und Dänemark kaufen schon 12 Prozent der Kunden online, in Frankreich sind es 9, in Deutschland immerhin schon 6.

Info-Quelle: PoS und TV
In allen Ländern lassen sich rund 60 Prozent der Kunden direkt am PoS inspirieren oder informieren sich dort. 35 Prozent hören auf ihre Freunde oder Bekannten; rund 27 Prozent finden TV-Werbung als Info-Kanal wichtig.

Auch beim Wissen der Konsumenten ist die Übereinstimmung recht groß. In allen fünf Ländern wissen über 60 Prozent, dass Süßwaren ein Genussmittel sind, das, in Maßen genossen, guttut. Dagegen sind es nur 10 bis 20 Prozent der Befragten in allen Ländern, die zugeben, dass sich die Diskussion um Gesundheit, um Fett oder Zucker auf ihre Konsumgewohnheiten niedergeschlagen habe. Dazu passt auch eine Aussage zum Nutri-Score: Während in Frankreich schon rund 70 Prozent und in Deutschland rund 65 Prozent den Nutri-Score kennen, sind es in Dänemark nur rund 16 Prozent. Einig waren sich allerdings alle Befragten, dass ein Nutri-Score-Label oder eine Ampel ihren Süßwareneinkauf verändern würde. Rund 5 Prozent der Spanier, 7 Prozent der Briten, 8 Prozent der Dänen, 11 Prozent der Deutschen und 12 Prozent der Franzosen sagen, ihr Einkaufsverhalten würde dadurch nicht verändert.

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