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Interview mit Volker Kremser, Chocolats Camille Bloch SA: Alles wird geteilt!
Gibt es einen Trend, um den Sie derzeit nicht herumkommen?
Ein gesellschaftlicher Trend ist für uns die sogenannte „Sharing Economy“. Alles wird geteilt – auch Schokolade. Mit Ragusa For Friends bieten wir dem Handel ein Produktkonzept, das genau diesen Sharing-Trend aufgreift und gleichzeitig die Bedürfnisse der bewussten, genuss- und qualitätsorientierten Konsumenten widerspiegelt. Daraus resultiert wiederum ein Wunsch nach kleineren Portionen.
Wie wichtig sind Kunden derzeit Genuss und Preis?
Unser Anspruch ist, mit der Premiumschokolade von Camille Bloch den Nerv der Zeit zu treffen und den Wünschen der Konsumenten gerecht zu werden. Diese sehnen sich nach echten Produkten mit 100 Prozent natürlichen Inhaltsstoffen. Sie entschließen sich be- wusst für den Kauf und orientieren sich dabei an der Qualität – was aktuelle Umfragen der Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) bestätigen.
Welche Geschmacksrichtungen sehen Sie vorn?
Beim Geschmack sind NussKompositionen wieder auf dem Vormarsch. Der Hype nach exotischen Rezepturen hat seinen Zenit überschritten. Der Preis verliert als Entscheidungskriterium seine vorherrschende Rolle, während das Interesse an der Qualität steigt.
Welche Marketingschwerpunkte setzen Sie dafür?
Bei Schokoladespezialitäten sind neue Probierkontakte unabdingbar. Deshalb hat der direkte Austausch mit potenziellen Neukunden sowie die Auseinandersetzung mit dem Produkt bei Camille Bloch oberste Priorität. Im vierten Quartal steht dabei das Kampagnenmotto „Entdecke deinen Ragusa-Charakter“ im Vordergrund. Wir kommunzieren über zielgruppenspezifische Onlinesowie Offline-Maßnahmen und holen die Konsumentenan unterschiedlichen Touchpoints ab: am PoS, über Out-of-Home, auf den Social-Media-Kanälen sowie über Influencer-Marketing.
Ist nachhaltige Produktion etwas, das den Verbraucher wirklich beschäftigt – oder ist das ein aufgesetzter Trend?
Nachhaltigkeit ist für Camille Bloch kein aufgesetzter Trend, sondern beschäftigt den Verbraucher wirklich. Deshalb setzen wir auf natürliche Rohstoffe, recyclingfähige Verpackungen und bewusstes Konsumieren. Wie überall kommt es auch bei der Nachhaltigkeit sehr auf die Verhältnismäßigkeit an. Die Verbraucher sind nicht bereit, überhöhte Preise zu zahlen oder Qualitätseinbußen in Kauf zu nehmen – nur, weil etwas angeblich nachhaltig ist.
