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Frühstück Süß und samtig

Brigitte Oltmanns | 16. Januar 2014
Frühstück: Süß und samtig

Bildquelle: Shutterstock

Regionalität, Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Premiumqualität bleiben 2014 die Treiber bei süßen Frühstücksprodukten.

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Schnell einen Kaffee, dazu einen Klecks Konfitüre aufs Brot oder Brötchen – und dafür ganze 12 Minuten Zeit – so sieht wochentags häufig das Frühstück in der „Frühstückernation“ Deutschland aus. Ein Drittel der Verbraucher investiert sogar weniger als zehn Minuten für die wichtigste Mahlzeit des Tages. Vor allem in Großstädten beginne der Tag auf diese Weise bereits mit Hektik und Stress, resümiert eine repräsentative Frühstücksstudie aus Hamburg. Erst am Wochenende ist Entspannung angesagt: Dann dauert das Frühstück meist mindestens 20 Minuten. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger setzt dabei auf traditionelle süße Brotaufstriche in Form von Konfitüre, Schokocremes, Honig oder Pflaumenmus.

Die meisten dieser süßen Frühstücksprodukte zeigten 2013 (Oktober 2012 bis September 2013) laut IRI auch eine positive Umsatz- und Absatzentwicklung. Stärkster Treiber absolut waren die klassischen kernigen und stückigen Konfitüren. Weit überdurchschnittliche Wachstumsimpulse liefern aktuell zusätzlich die neuen cremigen Varianten, allerdings noch auf niedrigem Ausgangsniveau. Insgesamt waren die Preise im Konfitürenmarkt stabil, wenn auch mit leichteren Ausschlägen in einzelnen Segmenten. Die Kostensituation bei Früchten bleibt durch schwankende Ernteerträge zwar weiterhin angespannt. Man wolle dies aber möglichst nicht an die Verbraucher weitergeben, sondern durch Effizienzgewinne in der Produktion weitestgehend ausgleichen, heißt es bei den Schwartauer Werken. Auch Schokocremes verzeichneten eine gestiegene Nachfrage, Preissteigerungen sorgten hier zudem für doppelt so hohe Umsatzzuwächse. Profiteure waren allerdings ausschließlich die Discounter . Bienenhonig ist ebenfalls auf Wachstumskurs (Mengenplus 3 Prozent), vor allem dank der steigenden Nachfrage nach Wald-/Baum- und Blütenhonigen. Nur Pflaumenmus verlor – hier sind wohl vor allem beachtliche Preissteigerungen von mehr als 6 Prozent die Ursache.

Die Konsumtrends des vergangenen Jahres werden nach Herstellerangaben auch die Nachfrage 2014 steuern. Das immer stärker werdende Bewusstsein für gesundheitsbewusste Ernährung verhelfe natürlichen Produkten mit weniger Zucker und ohne künstliche Zusatzstoffe wie der Zuegg-Linie „Unser Bestes aus der Frucht“ zu einer positiven Entwicklung, unterstreicht Vertriebsleiter Holger Theisen von Zuegg Deutschland.


Zentis sieht sich mit Blick auf den Trend zu regionalen Produkten und auf die positive Entwicklung von „Zentis Heimische Früchte“ voll bestätigt – alle Früchte stammen ausschließlich aus deutschem Anbau. Die Rückbesinnung auf traditionelle deutsche Fruchtsorten verschafft der Linie „Schwartau Hofladen“ nach Darstellung der Lübecker eine besonders große Beliebtheit. Parallel dazu entwickle sich die Nachfrage nach kern- und stückloser Konfitüre wie Schwartau Samt weiterhin sehr erfreulich.

Mit der Produktrange „Fruchtreich passiert“ setzt der österreichische Hersteller Darbo außerdem auf den Trend zu passierten Fruchtaufstrichen. Derzeit sorgen auch die als „Produkt des Jahres 2014“ ausgezeichneten Landliebe Fruchtcremes von Zentis für deutliche Bewegung im Konfitürensegment. Transparenz und Glaubwürdigkeit – insbesondere in punkto Herkunft: Das ist Authentizität, die der Verbraucher auch bei Honig schätzt, weiß man bei Breitsamer und Ulrich. Das Bekenntnis dazu unterstreicht das Unternehmen jetzt auch mit der neuen Honigsorte Alpenhonig, die seit diesem Monat in den Handelsregalen steht.

Die Klassiker auf dem Frühstückstisch: kernige und stückige Konfitüren. Immer beliebter werden Honige.

Lieblingssorten
Erdbeere, Himbeere, Aprikose, Kirsche – das sind die Lieblings-Konfitürensorten der Deutschen. Und zwar seit Jahrzehnten. 75 Prozent der Verbraucher setzen beim Frühstück vor allem auf diese klassischen Varianten. Erdbeere ist dabei der Top-Favorit. Bei den Sortenhonigen sind Wald- und Akazienhonig die Dauerbrenner. Die Deutschen sind aber auch probierfreudig. Als Limited Editions haben aber auch ausgefallene Sortenvariationen die Chance auf einen Platz am Frühstückstisch. Vielfaltrden.