Ein Zufallsprodukt der Natur und entdeckt in der Hildesheimer Börde – das ist Fräulein, eine neue Apfelsorte. „Der Name spiegelt wider, dass der Apfel eine deutsche Entdeckung ist, dass er für Tradition und Moderne, aber auch eine neue Generation steht“, sagt Jens Anderson vom Deutschen Obstsorten Konsortium. Das Süße-Säure-Verhältnis, der Biss und die Lagereigenschaften überzeugten die Erzeuger. Rund eine Millionen Bäume sind bereits gepflanzt. Sie wachsen in Sachsen, Mittelbaden, im Rheinland, Alten Land und am Bodensee. Der Apfel wird nun vereinzelt in Test-Supermärkten und auf Wochenmärkten verkauft.
Gesamternte eher rückläufig
Auch die neue Jazz-Apfelernte gibt es schon im Handel. 40.000 Tonnen Äpfel werden 2020 aus den Anbauregionen in Frankreich, Südtirol, Deutschland, Österreich, Schweiz und Großbritannien erwartet. Bei Pink Lady, Kanzi, Envy und Yello verzeichnet das Südtiroler Apfelkonsortium einen Mengenanstieg. Die Gesamternte in Südtirol ist mit einem Produktionsminus von rund 7 Prozent aber eher rückläufig. In Deutschland werden schätzungsweise gut 970.000 Tonnen Äpfel geerntet, in NRW gut 63.000 Tonnen.
Dieses Jahr sind 180 Tonnen der Sorte Fräulein verfügbar. Bereits im nächsten Jahr wird mit 3.000 Tonnen gerechnet.
Äpfel neue Sorten, aber weniger Ertrag
Mit Fräulein gibt es eine neue Apfelsorte. Pink Lady und Jazz bringen spätreife Sorten ins Obstregal. Für die Erzeuger war es kein Normaljahr.
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