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Veganz Alles besser

Bettina Röttig | 02. Februar 2018

Nach seinem Strategiewechsel ist Veganz profitabel. Die Erweiterung des Sortiments und der Roll-out im In- und Ausland sollen für dynamisches Wachstum sorgen.

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Erst Einzelhändler , jetzt Markenartikler: Der Berliner Spezialist für vegane Ernährung, Veganz, hat seinen Strategiewechsel im vergangenen Jahr weitestgehend vollzogen und investiert kräftig in das Geschäft mit der gleichnamigen Marke. Alle Veganz-Märkte außerhalb Berlins wurden geschlossen. Die drei Filialen in der Hauptstadt sollen zu Flagship-Stores umgebaut werden.

Jan Bredack, der Veganz 2011 gründete, sieht das Unternehmen auf einem guten Kurs. 2017 habe man es geschafft, endlich profitabel zu werden. „Den positiven Jahresabschluss haben wir durch unseren Konsolidierungskurs erreicht. Dass wir uns der Verlustbringer, sprich der Retail-Filialen außerhalb Berlins, entledigt haben, bedeutet natürlich, dass uns rund 10 Mio. Euro Umsatz aus dem Bereich verloren gingen. Dafür konnten wir im Markengeschäft aber ein Umsatzwachstum von 30 Prozent verzeichnen.“ Man habe zudem viele Themen regeln können. Zum Beispiel mit der Edeka, die viele Fehler habe ertragen müssen, die Veganz als Großhandels-Neuling gemacht habe, erklärt Bredack. Mit der Unterstützung der Genossen wurde die Supply-Chain aufgebaut und die Logistik sehr gut aufgestellt. „Für die zunächst gemeinsam gegründete Firma hatten sich beide Seiten aber Ziele gesetzt, die wir so nicht erfüllen konnten“, gibt er zu. Um die Geschäftsbeziehung nicht nachhaltig zu belasten, wurde diese Firma aufgelöst. Heute ist Edeka „normaler“ Kunde und einer der Wachstumstreiber für die kommenden Monate.

9 Mio. Euro Wachstum möchte Bredack 2018 im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaften – im In- und Ausland. In 12.000 bis 14.000 Outlets soll die Marke Veganz dann verfügbar sein. In Deutschland sei diese bereits bei allen stationären Lebensmittelhändlern und Drogisten sowie bei den großen Online-Lebensmittellieferdiensten wie Amazon oder zukünftig Rewe digital gelistet. „Wir werden unsere Kooperation mit Edeka wiederbeleben und weiter stärken und haben den Plan, in diesem Bereich kurzfristig auch mit Rewe durchzustarten“, erläutert Bredack. International wollen die Berliner weitere Länder erschließen – wie bisher über langfristige Kooperationen. Hierüber erwartet der Unternehmensgründer das stärkste Wachstum. So startet im Frühjahr die Kooperation mit Carrefour in Frankreich, es folgt UK mit zwei Partnern, mit Spar International erfolgt der Roll-out in elf Ländern, und im zweiten Halbjahr kommt Skandinavien.

Biofach 2018

Vom 14. bis 17. Februar 2018 zieht das Messeduo Biofach und Vivaness Hersteller von Öko- Lebensmitteln und Naturkosmetik sowie Fachbesucher in die Nürnberger Messehallen. In Halle 9 präsentieren erneut junge Unternehmen mit Firmensitz in Deutschland ihre Innovationen aus der Bio-Branche.

Die Sonderschau Breeze im Übergang zwischen NCC Ost und Halle 7A bietet Kosmetik- Newcomern im Rahmen der Vivaness ein Podium. Erlebniswelten wird es erneut für Olivenöl, Wein und das vegane Sortiment geben. Pro-Veg und Biofach gestalten zum vierten Mal eine Ausstellungsfläche speziell für den veganen Lifestyle. Erstmalswird die Ausstellungsfläche in die internationale Halle 4 A umziehen und auch bei den Programmpunkten und Ausstellern einen internationalen Schwerpunkt setzen. Auf rund 600 qm findet neben den Aussteller-ständen ein umfangreiches Show- und Vortragsprogramm statt. Zum Rahmenprogramm gehören außerdem Fachdiskussionen und Snap-Talks. Insgesamt eine optimale Gelegenheit für Fachgespräche und B2B-Networking.

Mit welchen Ideen will die nächste Bio- Generation die Bio-Idee, -Produktion und den Markt weiterentwickeln? „Next Generation“ heißt das Schwerpunktthema des Biofach- Kongresses im NCC Ost und Mitte.

Neuer Markenauftritt
Parallel arbeitet Veganz weiter daran, sein Produktportfolio zu erweitern. Von aktuell 170 auf 200 Artikel soll dieses bis Ende 2018 ausgebaut werden. Ein Fokus liegt auf Snacks. „Wir sind aber bestrebt, uns als Markenartikler über alle Produktkategorien hinweg hervorzuheben und zu etablieren“, betont Bredack. Die solide wirtschaftliche Basis ermöglicht nun auch Investments ins Marketing (geplant sind zwischen 3 und 5 Mio. Euro). Das Verpackungsdesign wird emotionaler. Zudem arbeitet die Marke mit neuen Claims: „Essen für ein besseres Leben“ und „Gut für dich, besser für alle“. Passend zu diesen soll die Kommunikation auf den Verpackungen um den ökologischen Fußabdruck der Veganz-Produkte erweitert werden.