Superfoods, vegan , alternative Proteinquellen: Die „besonderen“ Ernährungsansprüche beschäftigen derzeit auch die Produktentwickler des Bio-Sektors. Die großen Innovationen suchte man in den Nürnberger Messehallen zwar vergeblich. Dafür waren politische Themen umso stärker im Fokus. Die drohende Totalrevision der EU-Öko-Verordnung, skandalisierte Berichterstattungen, z. B. rund um den Einsatz von Reserve-Antibiotika, und die Alnatura-Listung bei Edeka brennen der Branche aktuell unter den Nägeln. Der Diskussionsbedarf in den Messehallen war groß. Der Dauerbrenner: Fehlende Öko-Flächen und Rohstoff-Engpässe. Diese machen u. a. der Teutoburger Ölmühle zu schaffen. „Es gibt im Moment keinen Raps, der Markt ist leergefegt“, sagt Dr. Michael Raß, Geschäftsführer der Teutoburger Ölmühle. Der Großbäckerei Mestemacher fehlt vor allem Roggen. Besondere Sorgen macht sich Prof. Dr. Ulrike Detmers, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin in der Mestema cher-Gruppe, über die Risiken, welche in den praxisfremden Reformvorschlägen rund um die EU-Öko-Verordnung enthalten seien. Das Unternehmen rief zu einer außerparlamentarischen Protestaktion auf. „Der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der Bio-Lebensmittelwirtschaft bei Inkrafttreten des neuen Entwurfs der EU-Öko-Verordnung ist mit einem Brief auch der EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager und dem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mitgeteilt worden“, sagt Detmers.
Biofach Nürnberg Bewegte Messe
Die positive Entwicklung des Bio-Marktes war auch auf der Biofach in Nürnberg spürbar. So viele Fachbesucher wie nie kamen, um sich über Neuheiten zu informieren und wichtige Themen zu diskutieren.
Bildquelle: Biofach
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