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Tomra „Der Automat ist absoluter Luxus“

Tobias Dünnebacke | 06. Juni 2014


Eine neue Generation von Rücknahmeautomaten soll Einzelhändlern das Leergut-Handling erleichtern. Die LEBENSMITTEL PRAXIS machte den Praxis-Test.

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Fragt man Lebensmittel-Einzelhändler, so zählt die Leergutrücknahme nicht gerade zum beliebtesten Teil ihres Jobs. „Festgeklemmte Bons, im Kompaktor hängen- gebliebenes PET und daraus resultierend natürlich lange Schlangen mit unzufriedenen Kunden“, beschreibt Andreas Puffal die typischen Ärgernisse, mit denen sich Händler tagtäglich herumschlagen müssen. Puffal ist im neuen Rewe: XL-Markt in Windeck (Rhein-Sieg-Kreis) für den Getränkeshop verantwortlich. Dabei genießt er gegenüber vielen seiner Kollegen das Privileg, dass der 2.100 qm große Vollsortimenter zu einem der ersten Märkte gehört, die eine neue Technik bei der Leergutrücknahme verwenden. „Die ringförmige 360-Grad-Erkennung stellt den größten Technologiesprung bei Leergutrücknahmesystemen seit 18 Jahren dar“, sagt Daniela Libuda, Marketing-Managerin bei Tomra. Das Unternehmen hatte auf der diesjährigen EuroShop erstmals den neuen Automaten „T9“ vorgestellt. Die Vorteile seien mannigfaltig, hieß es auf der Messe: So werde durch die neue Erkennungstechnik das Rotieren der Gebinde überflüssig, wodurch der Rückgabeprozess einfacher und schneller verläuft. Tina Sauerbach, Marktleiterin im Rewe: Xl-Markt, kann das bisher bestätigen: „Früher kam es schon mal vor, dass Mitarbeiter bis zu 20 mal am Tag zum Automaten gerufen wurden. Jetzt ist das nicht mehr der Fall, und ich muss öfter an die Kasse als zum Automaten. Das ist absoluter Luxus “, sagt sie. Weitere Vorteile der Maschine seien die leichte Säuberung, wodurch gerade in Sommermonaten ein übler Geruch vermieden werden kann und die Möglichkeit, auch nicht-zylindrische Gebinde anzunehmen.

Der T9 in Windeck hat drei Sammelbehälter für Einweg-Verpackungen – je zwei für PET (klares und farbiges) und einen für Dosen. Die neue Technologie „EasyPac“ kombiniert diese Sammelbehälter, wodurch das System auch bei Leerung eines Behälters weiterhin zur Verfügung steht. Wie häufig diese geleert werden müssen, hängt natürlich von Standort und der Größe des jeweiligen Marktes ab. „Meine Erfahrung aus meiner Zeit beim Rewe-Markt in Hamm ist, dass die PET-Behälter bis zu dreimal täglich geleert werden müssen, wohingegen deutlich weniger Dosen zurückgegeben werden“, sagt Puffal.

Immer mehr Märkte favorisieren die Lösung, die Leergutrücknahme in der Vorkassenzone abzuwickeln. Diese Vorgehensweise ist für den Kunden bequem, kann er doch so ohne Umwege und lästige Flaschen seinen Einkauf starten. Voraussetzung sind dabei natürlich Sauberkeit und keine unnötigen Wartezeiten. Beide Aspekte werden von Tomra versprochen, und Tina Sauerbach erhofft sich auch im regionalen Wettbewerb Vorteile davon. „Was Getränke angeht, stehen wir noch am Anfang. Es gibt in der näheren Umgebung viel Wettbewerb, unter anderem durch einen Dursty-Getränkemarkt. Wir hoffen, dass sich die Vorteile und der reibungslose Ablauf an unserem neuen Automaten schnell herumsprechen wird und wir daraus einen Vorteil gewinnen“, sagt die Marktleiterin.


Tomra hat rund 65.000 Automaten weltweit installiert (ca. 23.000 in Deutschland). Stimuliert durch Ansprüche wie einfache Bedienung und leichte Reinigung erwartet Tomra einen hohe Nachfrage nach dem T9, auch bedingt durch anstehende Ersatzinvestitionen für älteren Systeme.