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Geflügelwirtschaft Weist Vorwürfe zum Antibiotika-Einsatz zurück

Lebensmittel Praxis | 25. Oktober 2010

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG ) wertet die aktuelle Berichterstattung der ARD-Themenwoche mit dem Schwerpunkt gesunde Ernährung zum Einsatz von Antibiotika in der Geflügelaufzucht als eine verfälschte Darstellung.

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„Die Geflügelaufzucht folgt in Deutschland einem strengen Regelwerk, was auch die Verabreichung von Arzneimitteln beinhaltet. Diese werden niemals pauschal, sondern immer im Sinne eines aktiven Tierschutzes vergeben. Der zuständige Veterinär prüft dabei genau, ob die Verabreichung medizinisch notwendig ist", kommentiert Dr. Thomas Janning, ZDG-Geschäftsführer die aufkeimenden Vorwürfe, in der Hähnchenaufzucht würden immer mehr Antibiotika eingesetzt. „Wir haben Zweifel an der Aussagefähigkeit der in den Meldungen kursierenden Angaben. Es wurden nur 15 Betriebe mit insgesamt 101 Durchgängen ausgewertet. In Deutschland gibt es jedoch rund 1.500 Hähnchenhalter mit durchschnittlich 7,5 Durchgängen im Jahr und rund 1.200 Putenhalter mit durchschnittlich 2,2 Durchgängen pro Jahr. 50 Prozent der Geflügelhalter sind davon allein in Niedersachsen beheimatet. Für Janning ist die pauschale Beschreibung tierschutzwidriger Umstände haltlos. Fakt sei, dass die Aufzucht von Hähnchen in Deutschland noch restriktiver geregelt ist, als im restlichen Europa. So würden hier zu Lande weniger Tiere pro Quadratmeter gehalten, als es die europäische Richtlinie vorsieht.