Die Bundesregierung sieht wegen des Iran-Krieges aktuell noch keine spürbaren Preissteigerungen bei Lebensmitteln, will aber Vorkehrungen für einen solchen Fall treffen. Das hat Co-Vorsitzender Sepp Müller (Foto) nach der jüngsten Sitzung der Task Force der Koalition angekündigt.
Ein Bündnis aus mehreren Organisationen fordert einen besseren Schutz der Bevölkerung vor Schäden durch Alkoholkonsum. Die Verfügbarkeit von Alkohol müsse verringert, Werbung eingeschränkt werden. Auch die Preise für alkoholische Getränke sollten steigen.
Der Konflikt im Iran verteuert Energie, Dünger und Logistik – und damit zahlreiche Lebensmittel in Deutschland. Experten rechnen mit höheren Preisen bei Backwaren, Milchprodukten, Tiefkühlkost und Fleisch. Die Bundesregierung will nun gegensteuern und berät über inflationsbremsende Maßnahmen.
Die Erzeugerpreise für Nahrungsmittel sind im Februar 2026 um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Butter verbilligte sich um 42,8 Prozent, Schweinefleisch um 12,5 Prozent. Rindfleisch und Kaffee verteuerten sich dagegen deutlich.
Die Großhandelspreise für Nahrungsmittel lagen im Februar 2026 um 0,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders stark verteuerten sich Zucker, Süßwaren und Backwaren mit einem Plus von 9,1 Prozent. Milchprodukte und Getreide wurden dagegen günstiger.
Discounter und Supermärkte verlangen für 250 Gramm Markenbutter der Eigenmarken nun 1,19 Euro statt 99 Cent. Im Oktober 2024 hatte der Preis noch bei 2,39 Euro gelegen. Grund für den neuen Anstieg ist die hohe Nachfrage nach Butter.
Der Ölpreis hat am Donnerstag den mit Beginn des Iran-Krieges begonnenen Höhenflug fortgesetzt. Experten zum Beispiel des Institutes der deutschen Wirtschaft warnen vor den Auswirkungen unter anderem auf das deutsche Wirtschaftswachstum.
Der Krieg gegen den Iran könnte nach Einschätzung von Experten die Preise für Verbraucher in Deutschland nicht nur an der Zapfsäule steigen lassen. Experten halten auch bei Lebensmitteln Kostensteigerungen für möglich. Auch erhebliche Auswirkungen auf die Produktion werden erwartet.
Der deutsche Einzelhandel verzeichnet im Januar einen Umsatzrückgang von 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Während der Lebensmittelhandel stabil bleibt, bricht das Geschäft mit Nicht-Lebensmitteln deutlich ein. Der Internet- und Versandhandel legt dagegen kräftig zu.