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Molkereiprodukte Die Größe macht's

Heidrun Mittler | 18. Juni 2020
Molkereiprodukte: Die Größe macht's
Bildquelle: Arla

Die Neuheiten des Frühjahrs kommen Corona-bedingt etwas später in die Kühlregale. Worauf Arla Foods jetzt setzt.

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Na, endlich! Der Außendienst von Arla Foods Deutschlands ist auf den Verkaufsflächen des Handels wieder im Einsatz. Und kann die Neuheiten präsentieren, die der international tätige Molkereikonzern in den letzten Monaten zurückgehalten hat.

Da ist einiges in der Pipeline, weiß Elise Bijkerk, die seit vier Jahren für die Vermarktung der frischen Produkte (nicht des Käses) zuständig ist. Neu im Sortiment sind die Bio-Naturjoghurts aus Weidemilch. Zudem fallen die großen Becher ins Auge, zum Beispiel Arla Skyr im Becher mit einem Kilogramm Inhalt. Die neuen Protein-Cups (Quark in verschiedenen Geschmacksrichtungen) fassen 350 Gramm Inhalt. Das Wachstum bei Quark wird laut Nielsen durch große Packungen getrieben, auch schon vor Corona. Warum das so ist? Elise Bijkerk, die selbst gerade Arbeit und Homeschooling unter einen Hut bringt, weiß: Verbraucher bevorzugen immer mehr ein gesundes, aber auch leckeres Frühstück mit Quarkprodukten. Da passt der „Großbecher für Gesundheitsbewusste“ gut ins Konzept.

Natur-Philosophie
Der Trend zu Nachhaltigkeit ist stark. So stark, dass er auch die Corona-Krise überdauern wird. Marketing-Direktorin Elise Bijkerk setzt auf Bio.
Welche Trends sehen Sie zurzeit bei frischen Milchprodukten?
Elise Bijkerk: Wir setzen verstärkt auf Bio. Im Bereich der Bio-Frischmilch-Marken sind wir in Deutschland bereits die Nummer eins. Mit Arla Bio führen wir eine moderne Marke, die auch Jüngere anspricht. Ich war zuvor bei Arla in Dänemark, da entfallen schon 26 Prozent des Molkereiprodukte-Absatzes auf Bio-Ware.

Passt Bio denn ins Budget der Corona-geplagten Haushalte?
Natürlich beschäftigen wir uns bei Arla mit Aspekten wie Wirtschaftlichkeit und Preis. Doch wir sehen auch, dass der Kunde den Fokus verstärkt auf gutes Essen und Aspekte wie Tierwohl legt. Das Vertrauen in Nachhaltigkeit wird nach der Krise nicht verschwunden sein. Wir glauben weiterhin an unsere Natur-Philosophie.

In welchen Kategorien will Ihr Unternehmen in Deutschland außerdem wachsen?
Wir versprechen uns weiteres Wachstum vom Frühstücks-Segment. Hier können wir die Käufer-Reichweite noch deutlich ausweiten. Dazu passt zum Beispiel, dass wir die Rezeptur von Skyr geändert haben: Er schmeckt nun cremiger und etwas weniger sauer.

Auch bringen wir mit unseren Bio-Naturjoghurts mit einem Hauch von Zitrone oder Vanille ein neues Konzept auf den Markt. Das Segment der Naturjoghurts wächst stark, aber aus der Marktforschung wissen wir, dass die Konsumenten ein wenig Variation möchten. Daher haben wir unseren Joghurts einen Hauch von Geschmack hinzugefügt. Dieses Konzept ist bereits in anderen Kategorien, etwa bei Mineralwasser, sehr erfolgreich.