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Veltins Steiniger Erfolgsweg

Tobias Dünnebacke | 06. Februar 2020
Veltins: Steiniger Erfolgsweg
Bildquelle: Veltins

Die Brauerei C. & A. Veltins hat weitere Weichen gestellt, um bis 2024 eine der modernsten Braustätten des Landes zu sein. Allein 2019 flossen 34 Millionen Euro in den Brauereistandort Meschede-Grevenstein.

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Bis zum 200. Firmengeburtstag im Jahr 2024 soll die Großbrauerei im Hochsauerlandkreis für rund 420 Millionen Euro komplett erneuert werden. „Immer wenn wir etwas Neues bauen wollen, müssen wir Felsen wegsprengen“, schilderte der Generalbevollmächtigte Michael Huber die Besonderheit des Standortes mit seiner steinigen Hanglage.

Allein 2019 flossen 34 Millionen Euro in den Standort Meschede-Grevenstein. Ans Netz ging im vergangenen Jahr das neue Tankfeld mit einem Volumen von 30.144 Hektolitern. Auch für den Bau von zwei neuen Abfüllanlagen wurden 2019 wichtige vorbereitende Maßnahmen abgeschlossen. Insgesamt habe es laut Huber mehr als ein Jahr gedauert, um das Gelände der Brauerei zu erweitern.

Der Baubeginn des Gebäudes für die neue Abfüllanlage ist für Frühjahr 2020 geplant. Die Aufstellung der ersten Anlage erfolgt dann im Herbst 2021. Dieses Maßnahmen zeigen laut Huber, mit welcher langfristigen Perspektive sich das Grevensteiner Unternehmen nicht nur zum Standort bekennt, sondern auch ein Zeichen setzt für das Vertrauen in den nationalen Biermarkt.

Im vergangenen Jahr wurde außerdem mit dem Bau eines neuen Lagers begonnen. Der Abschluss des mit mehr als 17 Millionen Euro budgetierten Projekts ist für Ende 2020 geplant. Ab dann stehen für die gesamte Logistik 8.100 zusätzliche Palettenstellplätze zur Verfügung.

Pils ist noch nicht tot
Was die Jahresbilanz betrifft, fällt auf, dass Veltins eine der ganz wenigen Brauereien ist, die bei Pils (leicht) zulegen konnte. Während das Flaschenbiergeschäft einen Ausstoß von 1.654.000 Hektolitern (+1 Prozent) erzielte, legte die Dose um 8,4 Prozent zu. Insgesamt stieg der Gesamtausstoß 2019 um 1,2 Prozent auf 3,05 Millionen Hektoliter. Der Umsatz nahm stärker um zwei Prozent auf 359 Millionen Euro zu. „Wir zählen zu den wenigen Brauereien mit einem Wachstum in der Stammmarke“, sagt Vertriebs-Geschäftsführer Volker Kuhl. Sein Kollege Huber prognostiziert aber auch: „Der Druck im Markt wird bis zum Jahr 2030 erheblich zunehmen, denn demografischer Wandel, Volumensverlust und konjunkturelle Eintrübung bleiben unwägbare Risiken.“