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Kaffee Nachhaltig aufgewertet

Dieter Druck | 11. Oktober 2016
Kaffee: Nachhaltig aufgewertet

Die Dynamik des Marktes für Kaffeekapseln ist ungebrochen. Zusätzliche Aufwertung erfahren die Einzelportionen aktuell durch ethische und ökologische Merkmale.

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Rocco Capurso
Inhaber Remstalmarkt Mack in Weinstadt

Wir sind immer darauf bedacht, Artikel und Services zu bieten, die uns von Wettbewerbern unterscheiden. Das ist auch beim Kaffee so. Die großen, meist hochgradig veraktionierten Marken stehen daher für uns nicht im Mittelpunkt. Kapseln und Pads sind bei uns auch nicht die aktuellen Wachstumstreiber, sondern wir erleben eine Renaissance des Filterkaffees. Hier bedienen wir mit gemahlenem Röstkaffee und ganzen Bohnen aus der Stuttgarter Rösterei Hochland, gleichzeitig den Trend zu kleineren Anbietern aus der Region. Die Marke haben wir im Block und am Regalkopf platziert. Darüber hinaus werden wir in wenigen Tagen unter unserer Eigenmarke „Remstalmarkt“ mit einem Filterkaffee starten. Den entwickeln wir ebenfalls mit einer Rösterei aus der Region. Andere Produktmerkmale wie Fairtrade, UTZ oder Bio z. B. sind bei Kaffee, so unsere Erfahrung, für den Kunden weniger relevant bei der Kaufentscheidung.

Claudia Zeidler
Inhaberin E-Center Mack in Weissenfels

Der klassische Röstkaffee in der 500-g-Packung ist unser Basisgeschäft. Ansonsten entwickelt sich das Sortiment im E-Center Weißenfels weitgehend marktkonform. Die eindeutigen Wachstumsbereiche sind ganze Bohnen und Kapseln. Bei den Kapseln hat sich Tassimo als stärkste Marke durchgesetzt. Die Pads, z. B. von Senseo, sind dagegen weiterhin rückläufig. Bei den nespresso-kompatiblen Angeboten kommen immer wieder neue Anbieter auf, aber wir erwarten, dass sich das in absehbarer Zeit auch relativieren wird. Mit Rondo von Röstfein haben wir eine starke ostdeutsche Traditionsmarke. Dem Trend nach Regionalität folgen wir mit der Marke Moness, einer kleinen handwerklichen Rösterei in unserer Nähe, die sich mit ihren ausgesuchten Mischungen und einer DDR-Historie abhebt. Fair gehandelte und bio-zertifizierte Artikel führen wir, die Drehzahlen für diese Produkte sind an unserem Standort jedoch nicht so überzeugend.

Martin Gruber
Inhaber von drei Rewe-Märkten

Wir registrieren verschiedene Entwicklungen im Kaffeesegment. So steigt die Nachfrage für Produkte von kleineren, regional ausgerichteten Röstereien. Wir arbeiten schon länger mit der Martermühle in Aßling (Oberbayern) zusammen, die in unserem Markt in Grafing auch das Café mit Rösterei betreibt. Entscheidend ist, dass sich diese Kaffeemischungen geschmacklich deutlich abheben, denn dann kauft der Kunde auch nicht preisorientiert. Das unterstreicht auch die Entwicklung der Rewe-Premium-Eigenmarke „Feine Welt“ mit Kaffee bei uns. Weiterhin expansiv sind die Kapseln. Wir führen verschiedene Anbieter, die alle nachgefragt werden. Eine Sortimentsbereinigung ist hier für uns noch nicht angesagt. Wenn, dann eher bei den Pads. Bio- und Fairtrade-Kaffees erfahren ebenso eine steigende Nachfrage. Wir haben neben Marken wie Darboven, Gepa auch Feine Welt und die neue Bio-Linie der Martermühle platziert.