Cornelius Lehren aus der Krise

Mit höheren Umsätzen als im Vorjahr geht Cornelius als Hersteller von Pfälzer Leberwurst in den Jahresendspurt 2021. Für die kommenden Jahre plant das Unternehmen aus der Pfalz den Ausbau des Bio-Sortiments.

Freitag, 22. Oktober 2021 - Fleisch
Jens Hertling
Artikelbild Lehren aus der Krise
Bildquelle: Cornelius

„Wir als Hersteller traditioneller Spezialitäten müssen aus der Krise unsere Lehren ziehen, denn vieles hat sich unter Covid verändert“, sagt Peter Cornelius (Foto). Cornelius ist Inhaber des gleichnamigen Unternehmens, das zu den führenden Herstellern von Pfälzer Leberwurst gehört. Mit dem aktuellen Geschäftsjahr zeigt sich Inhaber Peter Cornelius zufrieden. Traditionelle Spezialitäten stünden weiterhin hoch in der Verbrauchergunst. Das Unternehmen konnte den Absatz leicht über Vorjahresniveau steigern und im Zeitraum Januar bis September 2021 einen Umsatz von 7,7 Millionen Euro verbuchen.

Das Unternehmen, das bundesweit in Supermärkten und Discountern vertreten ist, steht in erster Linie für die Pfälzer Leberwurst, die den Löwenanteil des Absatzes ausmacht. Des Weiteren sind regionaltypische Spezialitäten wie Blutwurst oder Leberknödel im Sortiment, die ebenfalls eine sehr gute Absatzentwicklung verzeichnen können. Eine Rückkehr in den schnell wachsenden Markt an vegetarischen Wurst-Alternativen kommt für Cornelius dagegen derzeit nicht infrage. „Das haben wir vor einigen Jahren probiert und gemerkt, dass es nicht unserer Philosophie entspricht“, so Cornelius. „Wir wollen weiterhin traditionelle Produkte verkaufen.“ Für das mittelständische Unternehmen stehen Qualität und Regionalität, Transparenz und gelebte Nachhaltigkeit schon immer ganz oben auf der Agenda. „Homeoffice und Ausgehbeschränkungen haben das Verbraucherverhalten verändert. Es gibt eine noch stärkere Rückbesinnung auf Lebensmittel, die vertraut sind und auf deren typischen und guten Geschmack Verlass ist. So ist gerade die Regionalität für uns ein großes Thema, sowohl in der Frage der Beschaffung der Rohstoffe wie auch im Ausbau unserer Sortimente.“ Er ergänzt: „Diese Veränderungen als Aufgabenstellung zu verstehen und ihnen in vollem Umfang gerecht zu werden, ist eines der Ziele für die kommenden Jahre.“ Auch die bereits begonnene Umstellung von Sortimentsteilen auf Haltungsstufe 2 und Haltungsstufe 4 im Bio-Bereich gehört zu den Unternehmenszielen, die Cornelius für sich definiert hat. Gleichwohl werde man auch weiterhin Fleisch aus der Haltungsform 1 verwenden, dem geringsten Tierschutz-Standard. Mit Bedauern habe er außerdem die Schließung des nahe gelegenen Mannheimer Schlachthofs zur Kenntnis genommen, so Cornelius. „Da wird Regionalität beim Schlachten und Zerlegen in Berlin gepredigt, aber dann ziehen die Kommunen nicht mit“, so Cornelius.

Weitere Bausteine in der Zukunftsstrategie sind neben der Fortbildung von Mitarbeitern kontinuierliche Investitionen in neue Maschinen wie auch Investitionen in modernste Technologien, zum Beispiel im Bereich der Verpackung. Den Start des eigenen Werksverkaufs kündigte Cornelius für Anfang Oktober an. Ziel sei es, mit dem Endverbraucher noch stärker in Kontakt zu kommen. Mit einer Online-Kampagne „Typisch Pfalz. Typisch Cornelius“ will das Unternehmen überdies verstärkt eine junge Klientel ansprechen. Die kurzen Filme „gewähren interessante Einblicke hinter die Kulissen des Unternehmens, zeigen pfälzische Lebensart und machen Lust auf Leberwurst“, ist Cornelius überzeugt.

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