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Fleisch Star 2010 Star-Stunde

Christina Steinheuer | 07. September 2010

Bester Stimmung waren dank Reiner Calmund die Teilnehmer des 18. Deutschen Fleischkongresses der LEBENSMITTEL PRAXIS. Die besten Theken-Teams wurden mit dem Fleisch-Star geehrt.

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Manchen trieb er die Tränen in die Augen, andere hatten Muskelkater vor Lachen. Reiner Calmund, der voll auf Genuss trainierte lebensfrohe Rheinländer, die leibhaftige Antithese zum jugendlichen Schönheitswahn, war so etwas wie das fleischgewordene Gipfelkreuz auf dem Petersberg – das dicke Ende des 18. Deutschen Fleischkongresses. Die ersten Lacher erntete Calli, da hatte er noch keinen Ton gesagt: Als er auf die Bühne ging und dazu sein Lieblingslied aus den Lautsprechern schallte: „Nemm mich su wie ich bin“ von der kölschen Kult-Band „De Höhner“.


Rau, aber herzlich stand er im Interview Rede und Antwort, sagte vieles zum Fußball und der WM, seinen Werbeauftritten für Müllermilch und Katjes, seinen Erfahrungen als Manager, Mensch und Mann. „Ihr Frauen, ihr liebt die Haustiere, den Jaguar in der Garage, den Nerz im Schrank, den Tiger im Bett und den alten Esel, der alles bezahlt. Ich mag Haustiere nur, wenn sie gut zubereitet sind, und Häschen esse ich bis heute nicht, die hatte ich nämlich als ich klein war.“ Was Calli gar nicht „abkann“, sind schleimige Typen mit Rama in den Haaren, „die frisch von der Uni kommen, aber zu blöd sind, fünf Sachen im Kopf zu behalten“. Er ist ein Fan von Trennkost: „Da können Sie morgens schon leckeren Speck essen.“ Obwohl er Meeresfrüchte liebt, fällt das Torverhältnis Fleisch zu Fisch 9:1 aus. „Wissen Sie, ein Mal die Woche muss ich richtig sündigen – und Körner mag ich ja überhaupt nicht, also Körner gehen gar nicht.“

„Man muss Gas geben“

Früher hatte Calli, so schreibt er selbst in seinem Buch, immer die längste Telefonleitung der Welt: Am einen Ende seine kleine Tochter und am anderen er, der meistens gerade keine Zeit hatte. Auf die Frage von LP-Chefredakteur Reiner Mihr, ob er das denn heute wieder so machen würde, antwortete er: „Sie tun immer so vornehm mit Ihren Fragen, dabei sind Sie ein kleiner Drecksack. Ja klar, würde ich das wieder so machen. Denn wer heute im Job was erreichen will, der muss Gas geben. 9 to 5 und immer brav stempeln reicht da nicht.“