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Backtheke Praxistipp Sommerfrust an der Backtheke

Heidrun Mittler | 14. August 2015
Backtheke Praxistipp: Sommerfrust an der Backtheke

Bildquelle: Hoppen

Im Hochsommer ist die Brot- und Backwarentheke kein beliebter Arbeitsplatz. Praxistipps, die den Alltag erleichtern.

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36 Grad im Schatten, die Wetterkarte ist dunkelrot eingefärbt. Wenn die Sommerhitze so richtig brütet, macht das Arbeiten an der Backwarentheke keinen Spaß. Egal, ob in der Vorkassenzone oder an der Backstation mitten im Markt: Die Öfen laufen im Dauerbetrieb und steuern noch ein paar Grad Hitze bei. Es nutzt nicht, neidisch auf die Kollegen in der Fleischabteilung zu schauen – man muss sich mit der Hitze arrangieren. Was hilft: viel trinken, am besten Wasser, und möglichst nicht eiskalt. Sonst muss der Körper unnötige Energie aufwenden, um das kalte Getränk aufzuwärmen, und das regt das Schwitzen zusätzlich an.

Wie an allen Bedienungstheken gelten für den Umgang mit Brot und Backwaren strenge Hygieneregeln. Doch zusätzlich zu den üblichen Anforderungen (wie persönliche Hygiene, saubere Arbeitskleidung, Haare zusammengebunden, kein Schmuck, Fingernägel kurz geschnitten und nicht lackiert) gibt es noch einen zusätzlichen Faktor, der in der Vorkassenzone zum Tragen kommt: das Kassieren.

Geld geht bekanntlich durch viele Hände und wird dabei zum Träger zahlreicher Keime. Gerade die kleinen Scheine (5, 10 und 20 Euro), die häufig umlaufen, sind belastet. Münzen, wenigstens die mit einem Kupferanteil, sind weniger anfällig, weil das Kupfer auch die Bakterien angreift. Die meisten Mediziner sind zwar der Meinung, dass die Keime auf Geld für gesunde Menschen unbedenklich sind. Aber Personen mit ohnehin angeschlagenem Immunsystem können krank werden, je nachdem, welcher Erreger auf dem Geldschein steckt.

Mal abgesehen von einer möglichen Gefährdung: Viele Verbraucher finden es eklig, wenn die Verkäuferin erst das Geld und anschließend die Brezeln anfasst. Das Arbeiten mit einem speziellen Handschuh ist gewöhnungsbedürftig und bei hohen Außentemperaturen zudem unbequem. Abhilfe kann eine Kasse schaffen, die der Kunde mit Geld bestückt und die automatisch Restgeld ausgibt, ohne dass die Mitarbeiter mit Geld in Kontakt kommen. Solche Systeme sind an den Kassen im LEH seit Jahren im Einsatz. Nun werden die ersten so genannten „Cashkeeper“ auch an Backtheken in der Vorkassenzone installiert, wie im Globus in Koblenz-Bubenheim.

Je länger der Sommer dauert, desto größer wird bei Kuchen, Eis und süßen Teilchen das Wespenproblem. Wespenstiche sind schmerzhaft und können bei Allergien auch gefährlich werden. Chemische Bekämpfungsmittel sind wegen der Lebensmittel tabu. Da nutzt nur: eine wirksame UV-Wespenfalle und der Rat, die Wespen nicht unnötig zu reizen.