Spätestens in diesen Tagen beginnt im Allgäu der Weidegang. Die Kühe kommen raus aus dem Stall. Sie fressen dann saftiges Gras und junge Kräuter. Mit der anderen Futtergrundlage ändert sich die Beschaffenheit der Allgäuer Milch. Käsemeister unterscheiden zwischen Winter- und Sommermilch. Die Weidemilch in den Sommermonaten ist deutlich gelber als Wintermilch, das Milchfett hat eine andere Zusammensetzung und besitzt die leichte Würze des jungen Grases. Sie schmeckt sämiger und gehaltvoller. Das geht auch auf die Produkte wie Allgäuer Emmentaler und Allgäuer Bergkäse (g.U.) über. Die auf Basis der Sommermilch erzeugten Käse sind in der Farbe leuchtender, ihre Konsistenz ist weicher sowie der Geschmack intensiver und sämiger. Diese Veränderungen zeichnen ein richtiges Naturprodukt aus. Übrigens sind beide Käse geschützte Ursprungsbezeichnungen (g.U.). Das Siegel garantiert, dass sie in der genannten Region erzeugt, verarbeitet und hergestellt wurden. Auch alle Rohstoffe müssen aus der jeweiligen Region kommen.
Milchprodukte: weiße Linie Sommer- und Wintermilch beeinflussen den Käse
Sommer- und Wintermilch beeinflussen den Käse
Bildquelle: Shutterstock
Das könnte Sie auch interessieren
Viel gelesen in Hersteller
-
Frucht mit KroneSchlechte Ernten, gestörte Lieferketten – der Ananasmarkt ist in Bewegung -
Gesünder naschenDarum sind funktionelle Süßigkeiten im Kommen -
So entsteht...Der Früchtetee italienische Limone – von der Rohware bis zur Verpackung -
AnzeigeMoldauische Weine erobern den deutschen Einzelhandel
Im Gespräch - Hersteller
-
Ritter Sport„Nachhaltigkeit ist ein Marathon, kein Sprint“Mehr Nachhaltigkeit beim Kakao und bei anderen Zutaten ‒ das ist das Ziel der Schokoladenhersteller. Viel wurde bereits erreicht, doch es bleibt noch einiges zu tun. Benno Mauerhan spricht über Nachhaltigkeit, sein erstes Jahr als DACH-Chef und horrende Kakaopreise.
-
Neue Plastik-RegelnKleinbetriebe vor dem Aus?Die LP sprach mit dem AVU-Vorsitzenden Dr. Carl Dominik Klepper über die jetzt beschlossene EU-Verpackungsverordnung und deren Auswirkungen auf die Branchen in der Wertschöpfungskette des Lebensmitteleinzelhandels.
