Das Thüringer Kabinett legt erstmals feste Regeln für 24-Stunden-Läden fest. Die Verkaufsstellen dürfen maximal 400 Quadratmeter groß sein und nur Waren des täglichen Bedarfs führen. Sonntags muss das Personal zu Hause bleiben.
Es hatte sich bereits abgezeichnet: Das Landgericht Stuttgart hat die Klage von Ritter Sport gegen die Mannheimer Firma Wacker abgewiesen. Das Gericht erkennt keine Markenverletzung in Wackers quadratischem Haferriegel. Doch das muss nicht das letzte Wort bleiben.
Die Weltgesundheitsorganisation verlangt höhere Verbrauchssteuern auf zuckerhaltige Getränke und Alkohol. Zu niedrige Abgaben führten zu Übergewicht, Diabetes und Herzerkrankungen. In Deutschland bleibt Wein bislang von Steuern ausgenommen.
Bundesernährungsminister Alois Rainer (Foto) erteilt einem gesetzlich vorgeschriebenen Warenkorb mit günstigen Lebensmitteln eine Absage. Auf den Vorstoß aus der SPD-Fraktion für einen „Deutschlandkorb“ reagierten auch die großen Handelsketten zurückhaltend.
Die SPD-Bundestagsfraktion fordert Maßnahmen gegen hohe Lebensmittelpreise. Seit 2020 sind die Preise um 35 Prozent gestiegen. Die Partei schlägt einen Deutschland-Korb mit günstigen Grundnahrungsmitteln und eine staatliche Preisbeobachtungsstelle vor.
Die EU will offenbar eine Abgabe auf hoch verarbeitete Lebensmittel mit hohen Fett-, Salz- und Zuckergehalten vorschlagen. Braucht es die Zusatzregulierung?
Im Supermarkt dürfen künftig genveränderte Lebensmittel ohne spezielle Kennzeichnung liegen. Das sieht ein Deal von EU-Staaten und Europaparlament vor. Die finale Annahme ist nun einen Schritt weiter.
Mehr Transparenz auf dem Teller: Das Bundesministerium für Landwirtschaft gibt die nationale Nährstoffdatenbank für die kostenlose Nutzung frei. Der sogenannte Bundeslebensmittelschlüssel enthält Daten zu mehr als 7.000 Lebensmitteln und Gerichten. Neu enthalten sind auch Pflanzendrinks und Pseudogetreide wie Quinoa.
Die Ernährungsindustrie wehrt sich gegen Pläne für eine Zuckersteuer in Schleswig-Holstein. Die Verbände starten die Kampagne „Kein echter Norden ohne Zucker". Sie argumentieren, dass wissenschaftliche Belege für den gesundheitlichen Nutzen fehlen.