Saisongebäck Lebkuchenproduktion sinkt auf Siebenjahrestief

Deutsche Hersteller backten 2025 nur noch 72.800 Tonnen Lebkuchen, 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Knapp 20.000 Tonnen gingen in den Export. Bevorzugte Länder: Österreich, Polen und Frankreich. Den Großteil der Ware stellten die Betriebe bereits im Sommer her.

Dienstag, 13. Oktober 2026, 09:43 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Lebkuchen gehören zur Weihnachtszeit wie Glühwein und Christbäume, doch die Produktion ist zuletzt deutlich gesunken. Bildquelle: Getty Images

Die Produktion von Lebkuchen ist in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Die Hersteller backten 2025 insgesamt 72.800 Tonnen des Weihnachtsgebäcks, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 10 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Zugleich erreichte die Produktion den niedrigsten Wert seit sieben Jahren. Gründe für den Rückgang nannten die Statistiker nicht.

Deutschland exportierte 2025 knapp 20.000 Tonnen Lebkuchen ins Ausland, wie das Amt weiter berichtete. Die wichtigsten Abnehmer waren Österreich, Polen und Frankreich. Diese drei Länder kauften zusammen rund die Hälfte der deutschen Lebkuchenexporte. Kleinere Mengen gingen auch in weiter entfernte Märkte: 1.100 Tonnen lieferten die Hersteller in die USA, 400 Tonnen nach Australien und 300 Tonnen nach Brasilien.

Die Importe beliefen sich auf 10.000 Tonnen. Sie stammten den Angaben zufolge in erster Linie aus Polen, Italien und der Ukraine.

Hersteller backen vor allem im Sommer

Die Hersteller backten den Großteil der Ware bereits im Sommer. Im dritten Quartal von Juli bis September produzierten sie 26.300 Tonnen Lebkuchen. Das entsprach 36 Prozent der Gesamtmenge. Im vierten Quartal stellten sie nur noch 16.600 Tonnen her, knapp 23 Prozent der Jahresproduktion.

Auf dem heimischen Markt hat die Hauptsaison für das würzige Traditionsgebäck gerade begonnen. Der Großteil der Ware für das laufende Jahr dürfte bereits gebacken sein, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

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