Das hat die Europäische Kommission in Brüssel veröffentlicht. Bisher gab es zwar europaweite Standards für Wein aus Bio-Trauben, aber nicht für ökologische Herstellungsmethoden.
„Wer den Begriff ‚Bio' verwenden will, der muss sowohl im Keller als auch auf dem Weinberg ökologisch arbeiten", sagt Ralph Dejas vom deutschen Bio-Winzer-Verband Ecovin. Für die Bio-Winzer werde sich in der Praxis aber nicht viel ändern. Beim Bio-Verband gebe es bereits Regeln für die ökologische Verarbeitung der Trauben. So sind die Verwendung von Sorbinsäure und die Schwefelung untersagt. Der Zusatz von Sulfit ist erlaubt, aber in geringerer Dosierung als bei herkömmlichen Weinen.
Wenn sie das EU-Bio-Siegel verwenden wollen, müssen Weinbauern auf Sorbinsäure und Schwefelung verzichten. Sulfit, ein weiterer Konservierungsstoff, bleibt erlaubt - allerdings in geringerer Menge als beim herkömmlichen Wein. Bio-Weintrauben werden laut EU-Kommission auf etwa 2 Prozent der europäischen Weinanbaufläche kultiviert.
EU-Bio-Siegel Einheitliche Regelung für Bio-Wein
Für Bio-Wein gibt es demnächst europaweit ein einheitliches Kennzeichen. Ab der nächsten Lese können Weinbauern den Begriff „ökologischer Wein" sowie das EU-Bio-Siegel verwenden.
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