Erfolgsprodukt Käse: Die Warengruppe Käse wächst. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Nielsen verzeichnet die Gelbe Linie im Jahr 2012 ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber Vorjahr, bezogen auf den Umsatz. Allerdings muss man sich die Zahlen detailliert anschauen: Während der Handel am SB-Regal richtig Kasse machte, stockte laut Statistik das Geschäft an der Käse-Bedienungstheke. In Zahlen ausgedrückt sieht das folgendermaßen aus: das SB-Regal liegt mit 3,5 Prozent im Plus, die Theke mit 3,8 Prozent im Minus. Damit setzt sich der negative Trend im Bedienungsbereich weiter fort. Nur noch 13 Prozent des Käses laufen über die Theke, den Rest nimmt sich der Kunde selbst aus dem SB-Regal.
Noch deutlicher wird die Entwicklung anhand der Absatzzahlen: Der Bedienungstresen büßt fast 8 Prozent Menge ein – also erheblich mehr als im Umsatz. Das kann man aber auch positiv bewerten, denn demnach wird insgesamt höherpreisige Ware in Bedienung gehandelt.
Die Statistik zeigt zwar, dass die Theken es insgesamt schwer haben – aber bezogen auf ein einzelnes Geschäft kann die Situation grundlegend anders aussehen. Fest steht: Es gehört heute zur Kür, Käse in Bedienung zu verkaufen, nicht zur Pflicht. Und: Im filialisierten Bereich es nicht einfach, mit einer (standardisierten) Theke ein eigenes Profil zu gewinnen.
In den vergangenen Jahren haben viele Filialunternehmen ihre Theken verkleinert oder mit anderen Bedienungsabteilungen zusammen gelegt. Im Gegenzug haben zahlreiche selbstständige Kaufleute in die Theke und vor allem geschultes Personal investiert. Nun profitieren sie von der Liebe zur Käsetheke und freuen sich über gute Zahlen. Genau diese Käsetheken suchen wir bei unserem Wettbewerb um den Käse-Star 2013 – wir freuen uns auf Ihre Bewerbung (siehe Kasten).
Welche Produkte 2012 im Trend lagen? Ganz eindeutig: Käsefondue (plus 12 Prozent), Mozzarella (10), Feta (9) und Rotschmierekäse (8) – also allesamt Produkte, die man gut in der warmen und kalten Küche einsetzen kann. Auch geriebener Käse (zum Überbacken oder Gratinieren) liegt mit 7 Prozent auf der Gewinnerseite.
Käse Spagat zwischen Theke und Regal
Die Verbraucher kaufen mehr Käse. Immer häufiger am Regal, immer weniger an der Theke.
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