Anzeige

Drogerieartikel Der Corona-Effekt

Bettina Röttig | 14. September 2020
Drogerieartikel: Der Corona-Effekt
Bildquelle: Getty Images

Häufigeres Händewaschen und mehr Zeit in den eigenen vier Wänden: Die Nachfrage bei Körperpflege und Reinigungsmitteln hat sich verändert.

Anzeige

Die Pandemie wirkt sich deutlich auf das Drogeriesegment aus. Händewaschen als eine der zentralen Hygienemaßnahmen sorgte im ersten Halbjahr für deutliche Umsatzsteigerungen bei Seifen. Vermehrtes Home-Office und die Lockdown-Phase führten hingegen dazu, dass andere Beauty-Produkte weniger gefragt waren. Demgegenüber stieg der Umsatz bei Wasch- und Reinigungsmitteln für den privaten Verbrauch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, meldet der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW).

Nach Schätzungen des Verbandes wurde mit Produkten der Schönheits- und Haushaltspflege in Deutschland im ersten Halbjahr 2020 insgesamt ein Umsatz von rund 8,1 Milliarden Euro erzielt – 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Markt für Schönheitspflegeprodukte ist demnach von Januar bis Juni um knapp ein Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gewachsen. Im selben Zeitraum kauften die Menschen in Deutschland Haushaltspflegeprodukte im Wert von 2,6 Milliarden Euro – ein Plus von 12 Prozent.

Für Beautyprodukte und persönliche Hygiene gaben Verbraucher in Deutschland laut IKW unverändert durchschnittlich 84 Euro aus. Dabei griffen sie besonders häufig bei Seifen und Co. zu (plus 86,4 Prozent). Mundhygiene legte um fünf Prozent zu. Umsatzverluste verzeichneten die Dekorative Kosmetik (minus 13,8 Prozent) und die Damen- und Herrendüfte (minus 24,8 Prozent).

Um 12 Prozent auf nunmehr 50 Euro gestiegen sind die Ausgaben für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel. Zu den Umsatzgewinnern unter diesen Produkten zählen Oberflächenreiniger (plus 35,5 Prozent), Geschirrspülmittel (plus 16,5 Prozent) und Voll- bzw. Universalwaschmittel (plus 7,5 Prozent).

Um 18 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zurückgegangen ist das Exportgeschäft mit Schönheitspflege und Reinigungsprodukten laut Statistischem Bundesamt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei gab der Wert der exportierten Beauty-Produkte um 22 Prozent nach, die Haushaltspflege kam auf minus 0,8 Prozent. Für die IKW-Unternehmen ergibt sich aus der Gesamtbetrachtung des Inlands- und Exportumsatzes im Halbjahresvergleich ein Rückgang um 6,2 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro.