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Hygienepapiere Aus Stroh

Bettina Röttig | 24. Juni 2019
Hygienepapiere: Aus Stroh
Bildquelle: Getty Images

 Essity (Marken: Zewa, Tempo, Tena etc.) investiert am Standort Mannheim in ein neuartiges Verfahren zur Herstellung eines nachhaltigen Zellstoffs auf Stroh-Basis.

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Das Hygiene- und Gesundheitsunternehmen Essity forciert sein Nachhaltigkeits-Engagement und entwickelt einen alternativen Zellstoff aus Weizenstroh für die Hygienepapierproduktion. Bislang habe es nur zwei verlässlich verfügbare Fasern für die Hygienepapierherstellung gegeben: zertifizierte Frischholzfasern und Recyclingfasern, so das Unternehmen.

Nun steht eine dritte Fasersorte zur Verfügung. Der neue Zellstoff aus Stroh sei in der Qualität mit Frischfaserzellstoff aus Holz vergleichbar. Da weniger Wasser und Energie eingesetzt werden müssen, ist der Herstellungsprozess laut Essity jedoch nachhaltiger. Zudem handele es sich bei Stroh um einen schnell nachwachsenden Rohstoff. Rund 40 Millionen Euro investiert Essity am Produktionsstandort Mannheim in das neuartige Verfahren. Der Produktionsbeginn ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant. Das Stroh stammt von landwirtschaftlichen Betrieben aus dem Umkreis und wird üblicherweise als Bodendecker oder Einstreu verwendet. „Wir planen, mit dem neuen Verfahren circa 35.000 Tonnen Zellstoff pro Jahr herzustellen. Dieser neue Zellstoff wird den derzeit zugekauften Frischfaser-Zellstoff ersetzen“, erklärt das Unternehmen gegenüber der LP.