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Anuga 2017 World-Food-Center - Anuga 2017: Feinkost

Dieter Druck | 24. Oktober 2017
Anuga 2017: World-Food-Center

Bildquelle: Koelnmesse GmbH, Harald Fleissner

Ein verstärktes Ernährungsbewusstsein und veränderte Konsumgewohnheiten prägen die auf der 34. Anuga vorgestellten Innovationen. Neue Trends bauen auf bestehenden auf. Viele Grenzen verwischen. Rekordverdächtig: die Zahl der Aussteller.

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Das ökologische Upgrade macht die Runde bei Feinkost. Bio scheint angesagt zu sein. Rila Feinkost setzt mit der Range Lien Ying Organic einen Schwerpunkt. Die neue Linie umfasst zum Start 30 Artikel, davon rund 50 Prozent Artikel auf Basis von Koskosnuss. Die veganen und bio-zertifizierten Produkte tragen das deutsche sowie das EU-Biosiegel. „Bio und Asia sind zwei Wachstumsbereiche, auf die vor allen jüngere Käufer ansprechen“, argumentiert Marketingleiter Daniel Kuke. Bio und vegan sind auch die hervorstechenden Merkmale der Rinatura Smoothies. Die drei Sorten auf Basis von Bio-Früchten sind frei von Zusatzstoffen und es wid kein Zucker zugegeben. Sie sieht Kuke als differenzierendes Angebot zum bestehenden Sortiment im LEH. Komplettiert wird die Bio-Offensive mit sechs biologischen, glutenfreien, vegetarischen und veganen Suppen unter Langbein‘s Daily Meal Soup.

Fischfeinkostanbieter Lauenroth offeriert ebenfalls eine neue Bio-Range sowohl für Theke als aus Selbstbedienung. Basis sind von Naturland zertifizierte Bio-Garnelen aus dem Mekong-Delta. Neben Sorten-Klassikern wie Aioli-, Knoblauch und Pesto finden sich darunter Bio-Garnelen in einer Lübecker-Marzipan-Creme. Bei Globus und drei Citti-Märkten bestehen erste Listungen. Bio-Supermärkte stehen auf der Liste.

Positive Umsatz- und Absatzeffekte meldet Friedrichs. Laut Nielsen wuchs die Marke wertmäßig um 33,2 Prozent bzw. beim Absatz um mehr als 15 Prozent (Nielsen LEH u. DM; YTD KW 26/2017). Gleichzeitig wurde die gewichtete Distribution um 14,3 Prozent ausgebaut. Topseller ist vor allem der Wildlachs. Dessen Absatz in der 100-g-Packung wurde um 50 Prozent gesteigert. Positive Effekte kommen auch von der übernommenen Marke Stührk sowie dem Sortiment unter der Lizenzmarke Käfer.

Bei Popp Feinkost stand die trendige Süßkartoffel im Mittelpunkt des Standgeschehens. Im hippen Streetfood-Laden oder exquisiten Restaurant ist sie kaum mehr wegzudenken. Verbraucher greifen bisher zur frischen Knolle, aber die conveniente Aufbereitung insbesondere für das Kühlbereitung ist voll angelaufen. Die Kaltenkirchener erweitern das Angebot mit zwei Produktideen: der Süßkartoffel Baked Potato und einem entsprechenden Gratin.

Auch Kühlmann setzte in Köln mit zahlreichen Neuprodukten trendgerachte Impulse, darunter auch eine vier Sorten umfassende Range „moderner“ Brotaufstriche auf Basis von Roter Bete, gelben Linsen, Kidneybohnen bzw. Süßkartoffel. Das Konzept: ein cremiger Aufstrich mit einer Hauptzutat ohne Mayonnaise oder Frischkäse. Das Potenzial für natürliche Brotaufstriche leitet man bei Kühlmann von Hummus ab. Laut IRI legten gekühlte Brotaufstriche im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum wertmäßig um 185 Prozent auf knapp 26 Mio. Euro zu (Gesamtmarkt inklusive Hard-Discount).