Während die Getränkeabholmärkte deutlich unter Druck geraten, habe sich der Absatzanteil der LEH Vollsortimenter am Gesamtmarkt Wasser von 17,7 Prozent (2010) auf 21,6 Prozent (Januar bis September 2014) erhöht. Bei Gerolsteiner kommen die Vollsortimenter sogar auf einen Anteil von über 43 Prozent. Bei den Preisen verfolge das Unternehmen aus der Eifel, das sich wertmäßig als die Nummer 2 im Gesamtmarkt AfG sieht, eine Wertschöpfungsstrategie . So konnte der Durchschnittspreis je l von 0,51 Euro im Jahr 2009 auf immerhin 0,54 Euro im ersten Halbjahr 2014 gesteigert werden. Zum Vergleich: Laut GfK blieb der Durchschnittspreis beim Gesamtmarkt Wasser, also inklusive der Discount-Wässer, konstant bei 0,23 Euro. Auch beim Gesamt-Nettowarenumsatz konnte das Unternehmen per Juli eine Steigerung von 6,2 Prozent auf insgesamt 141,7 Mio. Euro verzeichnen. Der Gesamtabsatz von Mineralwasser und mineralwasserbasierten Erfrischungsgetränken stieg in diesem Zeitraum um 4,2 Prozent auf 3,9 Mio. hl. Zahlen für das Gesamtjahr liegen allerdings noch nicht vor. In Zukunft will das Unternehmen noch stärker auf digitale Medien setzen. Laut Dahm existiere der Informationsvorsprung der Unternehmen nicht mehr. Produktversprechen würden heute „gehört, überprüft und hinterfragt“. Besonders Qualität und Gesundheit sollen bei der Kommunikation eine wichtige Rolle spielen. Dazu zählen beispielsweise Aufklärungskampagnen wie mit dem sogenannten „Mineralienrechner“, bei dem der Inhalt verschiedener Mineralwassermarken einfach und schnell verglichen werden kann sowie Apps zum Trinkverhalten. Interaktive, soziale Medien wie Facebook oder Youtube sollen laut Dahm einen Austausch mit den Konsumenten „auf Augenhöhe“ ermöglichen.
Gerolsteiner Wertschöpfung und digitale Medien
Axel Dahm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Gerolsteiner Brunnen GmbH, sieht den traditionellen Lebensmittel-Einzelhandel mit dem stärksten Bedeutungszuwachs beim Kauf von Mineralwasser.
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