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Kükentöten Baldiges Ende?

Lebensmittel Praxis | 18. April 2019

Der SPD geht diese Ankündigung von Bundesministerin Julia Klöckner zum baldigen Ende des Massentötens männlicher Küken nicht weit genug. Der agrarpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Rainer Spiering (Foto) fordert: „Die Technik ist da, los geht es!“ Klöckner setzt auf baldige Fortschritte, weil die dafür entwickelte Methode zur Geschlechtsbestimmung im Ei „im kommenden Jahr“ allen Brütereien in Deutschland zur Verfügung stehen. Damit werde das Verfahren serienreif.

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Derzeit werden bei der Zucht von Legehennen in Deutschland jährlich mehr als 40 Millionen männliche Küken getötet, da sie keine Eier legen und nicht so viel Fleisch ansetzen wie Masthähnchen. Klöckner betonte, dies „sei ethisch nicht vertretbar und müsse so schnell wie möglich beendet werden“. In ersten deutschen Supermärkten sind seit Herbst Eier aus der neuen Geschlechtsbestimmungsmethode zu kaufen.

Rainer Spiering und seine Kollegin, die tierschutzpolitische Sprecherin Susanne Mittag der SPD-Bundestagsfraktion begrüßen die Ankündigung, fordern aber mehr Tempo in der Umsetzung: „Uns reicht die bloße Ankündigung von Ministerin Klöckner nicht aus. Wir brauchen einen konkreten Zeitpunkt des Endes und genaue Informationen über die Ausgestaltung des Umstellungsprozesses. Nur so können sich große und kleine Brütereien darauf einstellen.“

Die beiden SPD-Politiker machen deutlich, dass sie keine erneute zeitliche Verschiebung mehr dulden wollen, nur weil Brütereien sich nicht schnell genug auf ein Ende des Kükenschredderns eingestellt hätten.