Bis Ende März 2027 stellt Metro sein Geschäft in Kasachstan ein. Die Entscheidung sei nach einer Prüfung der langfristigen Perspektiven erfolgt, heißt es seitens des Unternehmens. Sechs Großmärkte und das Belieferungsgeschäft werden geschlossen. Betroffen sind rund 650 Beschäftigte.
Metro war 2009 in den kasachischen Markt eingestiegen. Im Geschäftsjahr 2024/25 kam der Konzern dort auf einen Umsatz von 143 Millionen Euro. Das waren 0,4 Prozent des gesamten Konzernumsatzes von 32,4 Milliarden Euro. Man bedauere die Entscheidung, sagte die Metro-Arbeitsdirektorin Christiane Giesen.
Angeblich kein Zusammenhang zum Russland-Aus
Im Nachbarstaat Russland ist ebenfalls Schluss, Präsident Wladimir Putin ließ das Metro-Geschäft unlängst unter Zwangsverwaltung nehmen. In Russland war Metro seit 2001 aktiv, zuletzt kam der deutsche Konzern dort auf 91 Großhandelsgeschäfte und rund 9.000 Mitarbeiter. Konzernweit hatte Metro Ende September 2025 rund 84.000 Beschäftigte.
Der Düsseldorfer Konzern erklärte, dass man keine operative Kontrolle mehr über Metro Russland habe. Das Eigentum an Metro Russland bleibe aber formal bei der Metro AG. Eine Konzernsprecherin sagte, dass es zwischen der Entwicklung in Russland und der Entscheidung zu Kasachstan keinen Zusammenhang gebe. Die zeitliche Nähe sei zufällig.
