Der Einzelhandel in Deutschland kann im diesjährigen Halloweengeschäft mit Umsätzen von rund 537 Millionen Euro rechnen. Das geht aus einer aktuellen Prognose des Handelsverbandes Deutschland hervor. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von rund 3,3 Prozent – trotz der derzeit schwachen Konsumstimmung.
Allerdings sinkt die Zahl der Menschen, die zu Halloween Geld ausgeben wollen, leicht: Während 2025 noch 15,2 Prozent der Bevölkerung Ausgaben für das Gruselfest planten, sind es in diesem Jahr laut der Prognose nur noch 14,9 Prozent. Dennoch liegen die Umsätze den Angaben zufolge voraussichtlich rund 69 Prozent höher als noch 2019. „Halloween hat sich längst einen festen Platz im Einzelhandelsjahr in Deutschland erarbeitet“, erklärte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth laut der Mitteilung des Verbandes.
Für den Lebensmittelhandel dürfte dabei interessant sein, dass die Verbraucher in diesem Jahr vor allem bei Deko, sonstigen Lebensmitteln und Getränken mehr ausgeben wollen als im Vorjahr. Bei Süßwaren und Schminke hingegen planen sie nach Angaben des Handelsverbandes geringere Ausgaben.
Wolt verzeichnet 13-fache Nachfrage nach Kürbisprodukten
Wie stark das Halloweengeschäft mittlerweile auch den Lieferhandel prägt, zeigen Daten des Lieferdienstes Wolt. In der Woche vor Halloween 2025 bestellten Kunden demnach 13,6-mal so viele Kürbisprodukte wie in einer durchschnittlichen Woche. Bereits im September 2025 stiegen die Bestellungen frischer Kürbisse laut Wolt gegenüber dem August um 269 Prozent, im Oktober legten sie gegenüber September nochmals um 106 Prozent zu. Berlin führt nach Angaben des Unternehmens das Ranking der deutschen Städte bei Kürbisbestellungen sowohl insgesamt als auch pro Kopf an. Am Halloween-Tag selbst erreichten die Bestellungen von Halloween-Produkten ihren Höhepunkt den Angaben zufolge um 18 Uhr.
Grundlage der Prognose des Handelsverbandes ist eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage, die das Institut für Handelsforschung Köln im Oktober 2026 unter mehr als 1.000 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren durchführte.
