Amazon liefert ab sofort frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte in ausgewählten Gebieten von Frankfurt, Köln und München direkt nach Hause. Die Bestellung erfolgt über die reguläre Amazon-Website oder die Shopping-App, eine separate Anwendung ist nicht nötig. Das teilte das Unternehmen mit.
Kunden können verderbliche Produkte zusammen mit dem übrigen Amazon-Sortiment in einem Warenkorb bestellen und am selben Tag liefern lassen. Zur Auswahl stehen ein Vier-Stunden-Lieferfenster und ein kostenpflichtiges Zwei-Stunden-Fenster. Prime-Mitglieder erhalten die Lieferung im Vier-Stunden-Fenster ab einem Bestellwert von 29 Euro kostenlos. Ohne Prime-Mitgliedschaft kostet eine Lieferung laut Amazon 9,99 Euro, unabhängig vom Bestellwert.
Den Angaben zufolge lagert Amazon alle verderblichen Produkte in temperaturkontrollierten Umgebungen und prüft die Ware an mehreren Stationen, bevor sie das Lager verlässt. Temperaturempfindliche Lebensmittel liefere das Unternehmen in isolierten, recycelbaren Verpackungen aus.
Amazon will weitere Metropolregionen beliefern
Amazon begründet den Schritt mit einer wachsenden Nachfrage nach Online-Lebensmitteln in Deutschland. Die Kategorie Lebensmittel und Haushaltsartikel gehöre zu den am schnellsten wachsenden Bereichen auf der Plattform. „Kundinnen und Kunden in Deutschland vertrauen bereits auf die schnelle Lieferung von Alltagsprodukten durch Amazon“, hieß es in der Mitteilung. In den kommenden Wochen will Amazon den Dienst nach eigenen Angaben auf weitere Metropolregionen ausweiten. Welche das sein werden, gab der Handelsgigant nicht bekannt.
Mit dem Einstieg in die Frische-Lieferung tritt Amazon in direkte Konkurrenz zu etablierten Lebensmittel-Lieferdiensten wie Flink oder Knuspr und den Online-Angeboten des stationären Lebensmittelhandels wie Rewes Lieferservice. Das Unternehmen kündigte zudem an, im Jahr 2027 mehr als 16 Milliarden Euro in Deutschland investieren zu wollen – unter anderem in Logistik, Cloud-Infrastruktur und künstliche Intelligenz.