Zwischen 2020 und 2024 hatte Galeria dreimal Insolvenzanträge gestellt. Nun wurde ein weiterer Insolvenzantrag eingereicht. Der Geschäftsbetrieb solle vorläufig weiter laufen, heißt es. Erst im Juni stand die letzte große Warenhauskette Deutschlands mit 83 Filialen und 12.000 Mitarbeitern erneut unter massivem wirtschaftlichen Druck, erhielt dann aber noch einen Rettungskredit von dem US-Investmentunternehmen Gordon Brothers in Höhe von 160 Millionen Euro.
In diesem Jahr versuchte Galeria mit einer Reihe von Personalentscheidungen, das Blatt zu wenden. Unter anderem wurde im Juli die Rolle des Chief Transformation Officers geschaffen, die Manuel Farrokh übernahm. Luis Paulo Preira Lopes übernahm ebenfalls im Sommer die Verantwortung für das Warenbestandsmanagement; er kam von dem Luxusmodehändler Best Secret. Und im Herbst wurde der Einkauf umgebaut, um den sich seitdem die vier Einkaufsdirektoren kümmern, die an Geschäftsführer Tilo Hellenbock berichten.
Der bis dato letzte Insolvenzantrag wurde vor knapp zweieinhalb Jahren gestellt. Damals hieß Galeria noch Galeria Karstadt Kaufhof. Seit dem Sommer 2024 ist Galeria im Eigentum der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.
