In einem gemeinsamen Positionspapier fordern der HDE und die GdP schlagkräftigere Schritte gegen Ladendiebstahl. In dem Papier stellen die Verbände fest: „Die Belastung nimmt seit Jahren zu und hat 2026 einen Höchstwert erreicht.“
Bandenmäßiger Diebstahl besonders bedrohlich
Besondere Sorge bereite demnach der gewerbsmäßige oder bandenmäßige Diebstahl, bei dem schon einzelne Taten oft hohen Schaden anrichteten. Für die Ermittlung in diesen Fällen und die Verfolgung dieser Banden fordern der Verband und die Gewerkschaft unter anderem Schwerpunktanwaltschaften. „Hierfür sind der Informationsaustausch sowie die Vernetzung zwischen Polizei, Staatsanwaltschaften und den zuständigen Behörden weiter zu verbessern“, schreiben die Verbände.
Rechtssicherheit bei Videoüberwachung gefordert
Es brauche außerdem Rechtssicherheit beim Thema Videoüberwachung im Einzelhandel. Die Bundesregierung müsse sich auf EU-Ebene für eine Klarstellung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einsetzen. „Darüber hinaus sollte geprüft werden, unter welchen datenschutzrechtlichen Voraussetzungen KI-gestützte Videoanalysen künftig zur Unterstützung der Diebstahlprävention rechtssicher eingesetzt werden können.“
Grundsätzlich fordern HDE und GdP: „Um das Vertrauen der betroffenen Unternehmer in den Rechtsstaat zu bewahren, müssen die Taten konsequent verfolgt, die Täter überführt und zügig einer angemessenen strafrechtlichen Sanktion zugeführt werden.“