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Coca-Cola Viele Baustellen

Tobias Dünnebacke | 24. März 2020
Coca-Cola: Viele Baustellen
Bildquelle: CCEP DE

Florian von Salzen folgt bei Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP DE) auf Thomas Kohlmorgen und ist als Director Key Accounts Handel beim größten deutschen Getränkeunternehmen der neue wichtige Ansprechpartner für den LEH.

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Herr von Salzen, vor Kurzem sorgte ein Lieferstopp an Intermarché für Schlagzeilen. Sehen Sie die Gefahr, dass etwas in dem Ausmaß auch in Deutschland passieren könnte?
von Salzen: Wir arbeiten mit unseren Partnern aus Handel und Gastronomie seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Das verbindet. Alle Jahresgespräche mit unseren Partnern sind abgeschlossen.

Was sind denn derzeit bei Ihren Gesprächspartnern im Handel die wichtigsten Themen?
Der Handel muss sich sehr vielen Herausforderungen stellen. Das Thema Transparenz nimmt zu. Ein Beispiel: Heute ist es essenziell, das Produktangebot auch hinsichtlich Herkunft, Inhaltsstoffen und Verpackungslösungen zu betrachten. Zusätzlich fordern Verbraucher zunehmend individuelle Angebote ein. Die Digitalisierung kann hierbei zu mehr Transparenz verhelfen. Und auch bei der Warenpräsentation in den Märkten selbst ist eine rasante Entwicklung wahrzunehmen. Omni-Channel-Ansätze setzen sich mehr und mehr durch.

Welche Anforderungen sehen Sie derzeit im Markt, und welche Trends erkennen Sie, auf die Coca-Cola reagieren muss?
Fakt ist, der Markt ist und bleibt dynamisch. Es gilt weiterhin, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und den Ansprüchen von Kunden und Verbrauchern gerecht zu werden. Coca-Cola folgt dabei einer klaren Handlungsstrategie: mehr Auswahl, weniger Zucker und Investitionen in innovative Verpackungslösungen. In Deutschland bieten wir derzeit 80 verschiedene Getränke mit und ohne Zucker und in unterschiedlichen Kategorien an. Zugleich setzen wir weiter auf einen Packungsmix von Mehrweg- und Einwegpfandflaschen für jeden Vertriebskanal und jeden Trinkanlass.

Welche Neuheiten können Händler und Konsumenten 2020 erwarten?
Unser Anspruch ist es, Lösungen für gemeinsame Herausforderungen anzubieten. Dabei ist es unser Ziel, auch 2020 wieder den wirtschaftlichen Erfolg unserer Partner voranzutreiben. Für das gesamte Jahr haben wir zahlreiche Highlights vorbereitet. Wir sind erneut ins Jahr mit einer Cash-Back-Aktion für unsere zuckerfreien Erfrischungsgetränke gestartet. Konsumenten hatten dabei die Möglichkeit, unsere Limonadenklassiker gratis zu probieren. Ross Anthony begleitete diese Promotion mit einem Remake eines Schlagersongs. Zudem wollen wir an den Erfolg der Kistenlotto-Promotion anknüpfen und mit einer breit angelegten Kampagne das Fußballfieber entfachen. Und selbstverständlich dreht sich zum Jahresende alles rund um Santa und Weihnachten. Und natürlich wird es zudem neue Getränke und Verpackungslösungen aus unserem Hause geben.

Wie haben sich die letzten Neuheiten wie Adez, Royal Bliss oder die speziell zum Mixen von Drinks konzipierte Coke entwickelt?
Nach zwei innovationsstarken Jahren bei Coca-Cola Deutschland und der Markteinführung von insgesamt neun Getränken 2019, konzentrieren wir uns im Jahr 2020 auf den kontinuierlichen Auf-und Ausbau bestehender Marken. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, 2020 die Coca-Cola „Signature Mixers“ und Royal Bliss nicht einzuführen. In einigen europäischen Ländern sind die „Signature Mixers“ und Royal Bliss bereits erhältlich und erfreuen sich großer Beliebtheit. Adez wird aktuell in Deutschland nicht mehr angeboten, die Resonanz der Verbraucher blieb hinter den Erwartungen zurück. Alle Analysen zeigen jedoch, dass das Segment der pflanzenbasierten Getränke weiter wächst. Wir arbeiten derzeit an einer Weiterentwicklung und sind überzeugt, dass sich Adez perspektivisch auch im deutschen Markt durchsetzen kann.