SuperMarkt des Jahres 2011 Ein wichtiger Impulsgeber - Filialist über 2000 qm

Zum 19. Mal verleiht die LP die Auszeichnung „SuperMarkt des Jahres". 13 Märkte sind im Finale. Wir stellen sie und die Veränderungen in der Branche vor.

Montag, 16. Mai 2011 - Management
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Bildquelle: Ku00e4mper

Inhaltsübersicht

Filialisten über 2.000 qm

Kaufland, Neckarsulm

Ein Einkaufs-Center mit viel Service und einer Menge Regionalität

Kaufland in Neckarsulm ist im besten Wortsinn ein Einkaufszentrum. Auf mehr als 12.000 qm findet der Kunde 80.000 Produkte, die Bedientheken für Fleisch, Wurst, Käse und Fisch sind insgesamt 47 m lang, die Fischtheke soll sogar die größte in der Region sein. Überhaupt ist Regionalität bedeutsam für die Sortimentszusammenstellung. Es gibt Fleisch vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein, Wurstspezialitäten von Nothwang aus Bad Friedrichshall und Lebendfische aus dem Schwarzwald. Großen Wert legt Marktleiter Heinz Zander auf das Weinangebot: 1.700 Weine umfasst das Sortiment hier, 1.000 davon kommen, natürlich, aus der Region. Die Mitarbeiter an den drei Infotheken wissen genau, welche Warengruppe in welchem Gang zu finden ist, für die Suche im Markt liegen am Eingang Wegweiser aus. Der Markt ist weitläufig, die Gänge sind sehr breit, so dass sich die Kunden auch beim samstäglichen Wochenendeinkauf nicht in die Quere kommen.

Auch Schnäppchenjäger werden fündig; für sie gibt es im Eingangsbereich einen „Markt im Markt". Jede Woche finden Aktionen statt, die in der Regionalausgabe der Kaufland-Zeitung „Tip der Woche" angekündigt werden. Besonders: Der Markt hat seine eigene Flaschenpresse, mit der seit ihrer Inbetriebnahme vor einem Jahr 3,5 Mio. PET-Flaschen „plattgemacht" wurden. Und sollte man vom Großeinkauf Hunger bekommen, gibt es vielfältige Imbissmöglichkeiten: ein SB-Restaurant, ein Eiscafé, eine Bockwurstbude, verschiedene Imbissstände, sogar Kaufland-Döner ist vor dem Markt zu finden. Der ist übrigens sehr lecker

Filialisten über 2.000 qm

Globus, Saarbrücken-Güdingen

Neue Wege in Sachen Kundenservice

Frankophil ist das erste Schlagwort, das bei dem Besuch des Marktes in Saarbrücken-Güdingen in den Sinn kommt. Französische Spezialitäten im Weinregal ebenso wie in den Kühlregalen oder Bedienungstheken (z. B. frische Entenleber-Pasteten, gekühlte Flammkuchenböden) ziehen vor allem an den Wochenenden zahlreiche Franzosen über die keine 5 km vom Globus Handelshof entfernt gelegene Grenze zum Land der Genießer. Rund ein Drittel der Kunden sind heute Franzosen. Um ihnen die Orientierung zu erleichtern, sind Beschilderungen und Informationen im Markt zweisprachig – nur ein Beispiel für den überzeugenden Kundenservice der Großfläche. Um den Service weiter zu verbessern, arbeitet der Markt gerne mit verschiedenen wissenschaftlichen Instituten zusammen. So basierte der Umbau des Marktes im Spätsommer 2009 zum Großteil auf Kundenwünschen, die vorab durch das Institut für Konsum- und Verhaltensforschung ermittelt wurden.

Das Ergebnis: Statt der klassischen Warengruppen wurden Warenwelten geschaffen, die meist Food- und Nonfood-Artikel gebündelt präsentieren und deren Bezeichnung sich auch an der Wortwahl der Kunden orientiert (z. B. „Für den Vorratsschrank" statt Konserven, „Schöner Wohnen", „Babywelt"). Ein zweites Beispiel: In Kooperation mit dem Institut für künstliche Intelligenz wurde ein elektronischer Artikelfinder entwickelt. Weitere Highlights des Marktes sind die Käsetheke nach italienischem und die Fischtheke nach französischem Vorbild sowie ein umfangreiches Sortiment mit Essig- und Speiseöl-Spezialitäten.

Filialisten über 2.000 qm

Tegut, Marburg-Wehrda

Mehr als 1.800 Bio-Artikel lassen keine Wünsche offen

Die klassische Stärke von Tegut, nämlich ein hoher Anteil an Bio-Lebensmitteln, zeigt sich auch in der Filiale im Gewerbegebiet von Marburg-Wehrda. Allein von den 220 verschiedenen Obst- und Gemüsesorten ist knapp die Hälfte aus kontrolliert biologischem Anbau, und die Backwaren aus der Herzberger Bäckerei werden ausschließlich aus Bio-Zutaten gefertigt. Auch das Frischesortiment in der Feinkostabteilung (Fisch, Fleisch, Käse) lässt keine Wünsche offen. Hier findet der Bio-affine Kunde beispielsweise Rinderrouladen, Schmorbraten, frische Bratwurst, Beinscheiben, Chateaubriand verschiedene Bio-Käse oder MSC-zertifizierten Fisch. Der Markt ist eingerichtet nach den Tageszeiten, also Frühstück, Mittag und Abend. Optisch auffällig ist die Obst- und Gemüse-Abteilung, die einem Wochenmarkt nachempfunden wurde. Freitags und Samstags können hier wöchentlich wechselnde Obst- und Gemüse-Rezepte probiert werden. Viermal in der Woche gibt es im Eingangsbereich einen Feinkost-Sonderstand, wo spezielle Themen aufgegriffen werden.

Der Markt zeichnet sich durch eine offene, freundliche Gestaltung aus: Einkaufen soll schließlich Spaß machen. Auch beim Thema Kundenservice hat der von Michael Platz geleitete Markt einiges zu bieten. So wird beispielsweise für die wegen der in Marburg ansässigen Blindenstudienanstalt zahlreichen Kunden mit Sehbehinderung begleitetes Einkaufen angeboten. Besonders ist auch der Lieferservice für ältere Menschen: Bis 18 Uhr wird die Ware, die sich die Kunden ausgesucht haben, nach Hause geliefert.

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das Tegut-Team aus Marburg-Wehrda mit Marktleiter Michael Platz (Mitte).
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inhabergeführten Marktes im Bergischen Land.
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