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Fairtrade Produkte aus fairem Handel stark gefragt

LEBENSMITTEL PRAXIS | 18. April 2013

Die Fairtrade-Verkäufe stiegen im Jahr 2012 insgesamt in Deutschland um rund ein Drittel auf einen Wert von 533 Mio. Euro, wie der Verein Transfair berichtet.

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Die Renner seien vor allem Fairtrade-Rosen (250 Mio. Stiele; Marktanteil: knapp 20 Prozent), Kaffee (9.322 t; Marktanteil: 2,3 Prozent) und Bananen (gut 21.000 t; Marktanteil 3,5 Prozent). Jede dritte Bio-Banane trägt laut Transfair bereits ein Fairtrade-Siegel.

Seitdem auch Aldi Süd und Nord sowie die Drogeriemarktkette dm Fairtrade-Produkte gelistet haben, seien diese nun flächendeckend im Lebensmittel-Einzelhandel erhältlich, betonte Transfair-Geschäftsführer Dieter Overath. So ist das dynamische Wachstum des Segments vor allem auf das Engagement des Handels beim Ausbau der Eigenmarken zurückzuführen, die aktuell auf einen Anteil von 62 Prozent kommen. „Jetzt gilt es, die Sortimente weiter auszubauen und mehr Markenartikler ins Boot zu holen, insbesondere im Süßwarenbereich", so Overath. Er appellierte öffentlich an Bahlsen, Alfred Ritter und Co. „Uns fehlt nach wie vor das Engagement der großen Schokoladenhersteller. Kakaobauern können ihre Ernte oft nur zu einem kleinen Teil unter Fairtrade-Bedingungen absetzen. Wir arbeiten international daher an neuen zusätzlichen Modellen zur Rohstoff-Zertifizierung, um Fairtrade-Kakao-Verkäufe zu steigern."

Darüber hinaus soll es im Lebensmittelhandel bald neue Produktkategorien geben, vor allem der Bereich Frische ausgebaut werden. Ein neuer Baustein soll künftig auch Kosmetik sein. Anfang des Jahres aktzeptierte Transfair die internationalen Richtlinien für Kosmetik mit Fairtrade-Zutaten.

Für das aktuelle Geschäftsjahr geht der Verein von einem Umsatzzuwachs von rund 20 Prozent aus. Es gelte, dem Nachbarland Schweiz nachzueifern, wo 41 Euro pro Jahr und Kopf für Fairtrade-Produkte ausgegeben werden. In Deutschland lagen die Pro-Kopf-Ausgaben 2012 noch bei 6 Euro.