Es gelte, mehr Transparenz und Offenheit in der Kommunikation zu schaffen. Die von der genossenschaftlichen Vieh- und Fleischwirtschaft erbrachten Pionierleistungen, z.B. beim Tierwohl und im Bereich Transporttechnologien, müssten für die Konsumenten noch deutlicher sichtbar werden. Ziel sei es, die hohen deutschen Qualitätsstandards transparent zu machen und das Vertrauen der Verbraucher zu stärken. Mit Bezug auf die aktuelle Diskussion um den Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung verwies der DRV-Präsident auf die Dokumentationspflicht für die Abgabe von Arzneimitteln in den landwirtschaftlichen Betrieben und bei den Tierärzten. „Die Wirtschaft ist bereit und in der Lage, selbst Lösungen zu entwickeln, um den Antibiotika-Einsatz weiter zu vermindern", appellierte Nüssel an die Politik. „Schließlich zeigen unsere Aktivitäten bei den freiwilligen zusätzlichen Tierschutzstandards eindrucksvoll, dass die Branche innovativ ist."
Auch der Tiertransport ist Thema bei der Tagung. Der DRV macht sich stark für Transportzeiten von maximal acht Stunden. Dabei setzt der Verband weiterhin auf Unterstützung durch die Forschung und die Weiterentwicklung von Transporttechnologien. „Allerdings darf es in Europa keine Wettbewerbsverzerrungen geben. Auch in dieser Sparte muss der Grundsatz gelten, gleiche gesetzliche Grundlagen in allen EU-Mitgliedstaaten", so Nüssel.
Fleischwirtschaft Hohe deutsche Qualitätsstandards transparent machen
Über 100 Verantwortliche diskutieren heute und morgen (21./22. November) bei der Fachtagung für die genossenschaftliche Vieh- und Fleischwirtschaft in Montabaur neue Handlungsansätze für eine erfolgreiche Kommunikation mit unterschiedlichen Zielgruppen in Gesellschaft und Politik. „Offensichtlich klaffen Wahrnehmung und Realität immer weiter auseinander", so Manfred Nüssel, der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV).
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