Kindermilch Nicht besser als Kuhmilch

Spezielle „Kindermilch" für Kleinkinder hat nach Einschätzung von Verbraucherschützern und Gesundheitsexperten keinerlei Vorteile gegenüber Kuhmilch. „Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind diese Kleinkindermilchgetränke nicht notwendig", erklärt Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Dienstag, 16. August 2011, 15:45 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: fotolia

Vielmehr würden angereicherte Vitamine und Mineralstoffe zu einer unkontrollierten Erhöhung dieser Nährstoffe führen, während andere Bestandteile dafür fehlten. „Kindermilch" habe zudem so viel Fett wie Vollmilch - für Kleinkinder zu viel. Ernährungsmediziner empfehlen für Kinder ab zehn Monate fettreduzierte Kuhmilch.

Hinzu kommt, dass die Milchgetränke bis zu viermal teurer sind als Kuhmilch, berichteten die Verbraucherzentralen. Sie hatten 23 Kindermilchprodukte von sechs Herstellern untersucht und resümiert: „Der Verbraucher zahlt pro Jahr bis zu 273 Euro mehr für die vom Hersteller empfohlene Verzehrmenge ‚Kindermilch' als für die gleiche Menge Kuhmilch einer preiswerten Handelsmarke." Die Werbung für die Produkte suggeriere, dass „Kindermilch" die geistige Entwicklung der Kinder „optimiere" und zugleich vor späterem Übergewicht schütze. Dies sei jedoch in keiner Weise nachgewiesen, so die Experten.

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