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Bio-Produkte Zurück im Plus

Lebensmittel Praxis | 15. August 2011
Bio-Produkte: Zurück im Plus

Bildquelle: Carsten Hoppen

Das Bio-Segment hat im ersten Halbjahr 2011 neuen Schwung bekommen: Der Umsatz von Öko-Produkten im Lebensmitteleinzelhandel inkl. Drogeriemärkte stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 10 Prozent (2010 zu 2009: minus 2 Prozent) auf gut 1,2 Mrd. Euro.

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Die Absatzentwicklung hielt mit einem Plus von 8,8 Prozent nahezu Schritt, meldet das Marktforschungsunternehmen Nielsen. Besonders deutlich fiel das Wachstum im Vergleich mit konkurrierenden konventionellen Lebensmitteln aus: Diese verbuchten ein leichtes Umsatzplus von 2 Prozent, während der Absatz sogar leicht rückläufig war (minus 0,7 Prozent). Bezogen auf die Food-Warengruppen, in denen Bio-Produkte angeboten werden, erhöhten die Bio-Produkte ihren Umsatzanteil in LEH und Drogeriemärkten auf knapp 3,3 Prozent.

Zu den von Nielsen beobachteten Warengruppen gehören: Weiße Linie, Trockenfertigprodukte, Babynahrung, Frische Produkte, Alkoholfreie Getränke, Gelbe Linie SB und Theke, Heißgetränke, Süßwaren, Tiefkühlkost, Fette & Öle, Nassfertigprodukte, Brotaufstriche, Wein/Sekt/Spirituosen, Bier, Feinkost, Gesundheits- & Fitnessprodukte.

Ein Teil des Wachstums hänge mit dem erneuten Ausbau des Bio-Sortimentes im Discountbereich zusammen, so das Fazit der Marktforscher. Gut ein Drittel der abgesetzten Mengen läuft derzeit über die Discountschienen. „Der Biomarkt ist angebotsgetrieben; wo Bio-Produkte vorhanden sind, werden sie auch gekauft", so Brigitte Arndt-Rausch, Bio-Expertin bei Nielsen. Doch auch im klassischen LEH und in den Drogeriemärkten erreichte das Bio-Segment teilweise zweistellige Wachstumsraten.


Bis auf die Segmente Babynahrung, TK sowie Gesundheits- und Fitnessprodukte konnten alle Bio-Warengruppen ihre Umsatzanteile deutlich ausbauen. Die Bio-Varianten in der Weißen Linie sowie bei Trockenfertigprodukten erzielten Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich. Auch Bio-Getränke entwickelten sich insgesamt sehr gut: Alkoholfreie Getränke legten um knapp 20 Prozent zu, Wein & Sekt immerhin um 17,5 Prozent und Heißgetränke sogar um ein Drittel. Das stärkste prozentuale Wachstum (43 Prozent) konnte Bio-Bier verbuchen, allerdings auf vergleichsweise geringem absolutem Niveau.