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Lambertz In Sorge wegen US-Strafzölle und Brexit

Lebensmittel Praxis | 18. Oktober 2019

Bildquelle: Peter Eilers

Lambertz-Chef Hermann Bühlbecker rechnet zwar im Geschäftsjahr 2019/2020 mit einem Umsatzplus – nicht zuletzt dank des in diesem Jahr sehr gut angelaufenen Geschäfts mit Weihnachtsbäckereien. Doch die Erfolge auf dem amerikanischen Markt seien durch die seit heute drohenden US-Strafzölle von 25 Prozent bedroht. Auch in Großbritannien werde der Brexit die Produkte verteuern, warnte der Unternehmer. Er befürchtet dort Umsatzeinbußen von 10 bis 20 Prozent.

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Das Familienunternehmen habe es in den vergangenen Jahren geschafft, mit seinem Gebäck aus deutscher Produktion bei großen US-Händlern wie Wal Mart Fuß zu fassen, sagt Bühlbecker. Doch die Zölle stellten das nun in Frage. Lambertz werde die Extrakosten wohl zunächst selbst schultern müssen, sagte der Unternehmer. Doch im nächsten Jahr werde dies zu höheren Preisen für die US-Konsumenten führen, mit absehbar negativen Auswirkungen auf den Absatz. Allerdings spielen die Märkte in den USA und in Großbritannien für den Konzern bislang noch eine eher untergeordnete Rolle. Die Exportquote liegt insgesamt bei 24 Prozent. In den USA erzielte Lambertz im vergangenen Jahr beispielsweise einen Umsatz von 28 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr hatten die Umsätze des Gebäckherstellers Bühlbecker zufolge bei rund 626 Millionen Euro netto stagniert. Doch auch dies sei angesichts des ungewöhnlich warmen Jahres 2018, in dem das Wetter die Nachfrage nach Süßigkeiten eher gebremst habe, ein Erfolg, meinte er. Fast 60 Prozent seiner Umsätze macht das Unternehmen allerdings mit Ganzjahres-Artikeln wie Gebäckmischungen.